[Talk-de] OSM als Beispiel für gescheiterte Basisdemokratie (war: (Weg mit den Map Features (war: was ist ein footway?))
Markus
liste12A45q7 at gmx.de
Sa Jun 27 17:15:56 BST 2009
Hallo Frederik,
> die Freiheit, einem wichtig erscheinende Dinge
> mit beliebigen selbst erdachten Tags und in einem
> belibigen fuer gut befundenen Detailgrad zu taggen - ist ein wichtiger
> Pfeiler des OSM-Erfolgs.
Ja. Insbesondere in der Startphase des Projektes, und entsprechend in
der Startphase neuer Teilprojekte oder beim Erfinden von Datenschemen
für neu zu erfassende Objektgruppen.
Das gilt auch für den "Basar-Stil".
Sobald ein Projekt aber einen gewissen Reifegrad erreicht hat, werden
zunehmend andere Methoden erforderlich, damit der Reifegrad sich weiter
entwickeln kann.
Wenn diese nicht eingeführt und erfolgreich umgesetzt werden, stagniert
das Projekt, engagierte alte Mitarbeiter resignieren und ziehen sich
zurück, und potentielle Neue wenden sich nach kurzer Zeit wieder ab.
(einzelne berichten hier bereits von solchen Gefühlen und Gedanken).
Selbstverständlich müssen neue Methoden garantieren, dass Erfindergeist
immer gefördert und gute Erfindungen erfolgreich realisiert werden.
> Wenn es dem einzelnen nicht mehr moeglich ist, ueber
> irgendwelche "Regeln" hinwegzugehen, dann rauben wir uns selbst den
> Erfindergeist der Mapper.
Ja. Das ist wahre Kreativität.
(aber nicht gleichbedeutend mit Anarchie, genausowenig wie
Verbindlichkeit gleichbedeutend ist mit Imperialismus))
> Es ist sinnvoll, darauf hinzuarbeiten, dass *dieselben* Tags ueberall
> auch das gleiche bedeuten - keine Frage.
Genauso wie es sinnvoll ist, für gleiche Objektklassen immer wieder
dieselben Schlüssel zu verwenden.
> Informationsfluss verbessern.
Ja, dringend. Ebenso die Verständlichkeit und Zugänglichkeit.
> Richtig und Falsch
ist immer relativ zum vereinbarten Ziel.
Wenn ein Ziel aber konkret und messbar vereinbart ist, dann gibt es
selbstverständlich auch mehr oder weniger gute Wege dort hin.
Gleichzeitig fürdert es die Entwicklung des Projektes, wenn jeder
ausdrücklich Freiräume hat, etwas Neues auszuprobieren. Und manche muss
man richtig ermutigen, diese Freiräume auch zu nutzen.
Gruss, Markus
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