[Talk-de] Relation für Lange Ways

Frederik Ramm frederik at remote.org
Sa Jan 17 18:16:04 UTC 2009


Hallo,

Sven Rautenberg wrote:
> Das Beispiel der Autobahn ist so ein Mittelding: Ich halte es für extrem
> sinnvoll, wenn jedes einzelne Teilstück sein zugehöriges ref-Tag trägt.
> Ich kann auch nur halbwegs nachvollziehen, warum man den gesamten
> Straßenzug nochmal zusätzlich in eine Relation stecken will. Was wird
> dadurch gewonnen? Genausogut kann man doch die API nach Wegelementen mit
> "ref=A 5" befragen und erhält im Prinzip dasselbe. Zugegeben, eine
> weltweite Abfrage liefert vermutlich mehr als nur die Autobahn in
> Karlsruhe, und in der Relation könnten sich auch noch weitere verbundene
> Informationen befinden.

Genau. Und die Bezeichnung "A5" braucht streng genommen auch nur ein 
einziges Mal in der Datenbank zu stehen und nicht 1435mal.

> Da ist nur die Frage: Welchen Sinn hat die
> Zuordnung solcher Informationen heute für welche Anwendung?

Ich beschaeftige mich nicht so sehr damit, welchen Sinn irgendwas 
"heute" hat. Wir sind uns alle darueber einig, dass der Support fuer 
Relationen in Editoren und Rendereren verbessert werden muss. Das ist 
aber fuer mich kein Grund, Relationen nicht zu verwenden.

> Ein in meinen Augen nun wirklich absurder Vorschlag ist, alle
> Einzelteile einer durchgehenden Straße in eine Relation zu packen, um
> dann nur der Relation den durchgehenden Straßennamen zu geben, damit das
> Rendering z.B. auf Brücken nicht ständig den Namen wiederholt.

Das ist ein Missverstaendnis. Es geht nicht darum, dem Renderer das 
Leben leichter zu machen (der Renderer hat ja sogar mehr Aufwand, wenn 
er die Relation nutzen muss). Es geht darum, die Realitaet moeglichst 
gut abzubilden, und da erwarte ich von einem ordentlichen Datenmodell, 
dass die Kaiserstrasse in Karlsruhe auch als Objekt in der Datenbank 
existiert, so dass ich sagen kann "gib mir die Kaiserstrasse in 
Karlsruhe" - und nicht "gib mir alle Asphaltflaechen in Karlsruhe, die 
den Namen Kaiserstrasse haben" oder so.

> Stichwort Redundanz: Ich glaube, dass es in OSM Redundanz geben muß,
> weil dadurch die Informationen leichter in einem konsistenzen Zustand
> gehalten werden können. Wenn ich die Gültigkeit einer Information
> lediglich anhand einer einzigen Quelle bewerten muß, dann kann ich die
> Info glauben, oder nicht. Geben mir zwei oder mehr Quellen gleichartige
> Informationen, dann hebt das die Vertrauensbasis schon erheblich.
> Außerdem wird es immer wieder vorkommen, dass gleichartige Dinge
> unterschiedlich getaggt werden - Redundanzen helfen dann dabei, zu
> ermitteln, was tatsächlich gemeint ist.

Das ist grundsaetzlich auch meine Meinung. Wobei man es uebertreiben 
kann mit der Redundanz.

Bye
Frederik

-- 
Frederik Ramm  ##  eMail frederik at remote.org  ##  N49°00'09" E008°23'33"




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