[Talk-de] Historische Grenzsteine
Mirko Küster
webmaster at ts-eastrail.de
Fr Jun 19 21:20:41 UTC 2009
>mal ehrlich. Wer klaut einen 500-1000kg schweren Stein? Genauso könnte
>man das Argument bei Gleisen nutzen (besonders bei stillgelegten
>Trassen), denn es könnte ja jemand die Holzbalken klauen wollen...
Warum haben Westdeutsche "Schatzsucher" nach der Wende ganze A4 Triebwerke
und Häftlingskleidung aus dem Kohnstein geklaut und nach Amerika
verschachert, weswegen da heute nur noch 5% der ursprünglichen Relikte zu
besichtigen sind? Aus dem gleichen Grund warum auch anderswo historische
Dinge verwschwinden. Wo ein Sammler da auch ein Anbieter.
Mit den Gleisen ist richtig. Auf den Stillgelgten Strecken werden zunehmend
Gleise und Kabel zwecks Altmetal geklaut. Sammler holen sich
Sicherungstechnik und Hekltometersteine. Die fast ausgestorbenen
Holzschwellen will hingegen sicher keiner. Das ist in der Regel Sondermüll
und nichtmal als Brennholz zu gebrauchen. Zahlreiche Ossis können da ein
Lied vom geschrotteten Kachelofen singen.
Nur verhält es sich mit stillgelegten Trassen wie mit den Hochsitzen. Wenn
man dort nicht unbedingt etwas historisches klaut dann ist es ersetzbar. Ein
Grenzstein von 1700 irgendwas ist es nicht. Daher hinkt der Vergleich.
Die Leute haben sicher nicht unbegründet Bedenken.
Gruß
Mirko
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