[Talk-de] Routerh?rtetest

Sven Sommerkamp s_sommerkamp at gmx.de
So Jun 21 06:46:47 UTC 2009


Zuerst mal vorweg, ich bin nicht besagter Heiko.
Und im speziellen müßte ich mir besgte Stelle auch erst ansehen um darüber 
etwas sagen zu können.
> Moin,
>
> > Es gibt offenbar eine Stelle im deutschen Stra?ennetz,
> > die gerade als H?rtetest f?r's Fahrradrouting geeignet ist ;-)
>
> in meinen Augen verdrehst Du da etwas die Tatsachen. Bis vor kurzem klappte
> das Routing dort ganz hervorragend, weil die Fu?- und Radwege entlang der
> Br?cke sauber als eigenst?ndige Wege eingezeichnet waren. Bis Du die Wege
> gel?scht und ein paar Zusatztags an die Schnellstra?e geh?ngt hast.
> Informationen zu l?schen, um einen edukativen Pr?zendenzfall f?r Renderer
> und Router zu schaffen, finde ich nicht die beste Idee.
Zu eigenständigen Radwegen wo sie nicht unbedingt nötig sind wegen bsp. 
baulicher Trennung kann ich nur immer wieder aus der Praxis des Anwendens auf 
dem Navi sagen: es schießt wie manches bei OSM über das Ziel hinaus!
Denn wenn wir mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs sind haben wir nur eine kurze 
Sekunde Zeit zu erfassen was uns das Navi vermitteln will, und sei es noch so 
richtig!
Ich kann und muß mich zuallererst dem Verkehr und dem tatsächlichen 
Straßenverlauf widmen.
Dann werde ich den Schlenker des Radweges schon mitbekommen.
Muß ich aber mehrere Sekundenlang auf das Display schauen (und gerade 
Radfahreranweisungen werden schnell furchtbar komplex) dann hilft es 
überhaupt nicht, sondern erschwert und gefährdet einen Radfahrer das (Ich hab 
das alles schon experimentell selbst nachvollziehen können).

Ich würde vorschlagen jeder macht selber mal diese Versuche an einer komplexen 
Stelle die er nicht kennt, das ist sehr lehrreich.

Vieles was hier diskutiert wird ist so sehr theoretisch und überhaupt nicht 
praxisgerecht, wir sollten immer wieder überprüfen ob wir Dinge nicht 
teilweise verkomplizieren, statt sie so schlank und sinnvoll wie möglich zu 
halten..
>
> > Zuerst aufgefallen ist's mit ORS, die Auswertung der Tags wird aber
> > in B?lde korrigiert.
> > Aber wie reagierenandere Router darauf?
> >
> > Auf den Seiten von gosmore, navipwm und Navit finde ich in angemessener
> > Zeit gerade keine Infos, welche Tags f?r's Fahrradrouting genommen
> > werden.
> >
> > Beim wohl auf gosmore beruhenden
> > http://www.yournavigation.org/
> > ist die Stelle kein Problem, aber wohl auch nur, weil f?r
> > Fahrr?der anscheinend hemmungslos auch ?ber Kraftfahrstra?en und gegen
> > Einbahnstra?en geroutet wird?
> >
> > Daher einfach mal
> > a) die Frage, welche Tags von welchen Routern (die obigen und ggfs.
> >     weitere relevante) f?r Fahrr?der ausgewertet werden
> > b) der Aufruf zum gro?en Test, von W?rth (bspw. 49.0390 8.3005)
> >     auf die Karlsruher Rheinseite (bspw. 49.0382 8.3057) zu routen
> >     f?r's Rad und zu schauen, ob es ?ber die Rheinbr?cke oder
> >     die Rheinf?hre bei Neuburgweier geht ;-)
>
> Vielleicht kurz die Vorgeschichte, die euch Heiko vorenthalten hat. Der
> Radweg stammte urspr?nglich von mir.
>
> K?rzlich wollte ich mir von ors eine kleine Feierabendrunde von Karlsruhe
> nach Kandel erstellen lassen. Ich wunderte mich, dass ich stets ?ber die
> Rheinf?hre bei Neuburg statt ?ber den Radweg an der Rheinbr?cke geschickt
> wurde. Also habe ich mal nachgesehen und bemerkt, dass Heiko den Weg
> gel?scht und anstattdessen cycleway=track an die Kraftfahrstra?e gehangen
> hatte (die Information, dass man da auch zu Fu? 'r?ber kann, fehlt ?brigens
> nach wie vor). Den Radweg hat er auf Pf?lzer Seite direkt an die
> Kraftfahrstra?e angeschlossen, obwohl es dort ob baulicher Trennung
> ?berhaupt nicht m?glich ist, auf die Fahrbahn zu kommen. Auf badener Seite
> schlie?t jetzt die Treppe, die von unterhalb der Br?cke auf den Fu?- und
> Radweg f?hrt, ebenfalls direkt an die Kraftfahrstra?e an, obwohl es auch
> dort keine direkte Verbindung gibt (bauliche Trennung).
>
> ?ber die Br?cke f?hrt auch eine Radroutenrelation. Die hat Heiko zwar
> repariert, aber jetzt steckt halt in der Radroute ein St?ck "trunk". Auch
> das halte ich nicht f?r sonderlich gelungen.
>
> Im weiteren Verlauf der S?dtangente Richtung Knielingen wurden die getrennt
> eingezeichnete Radwege ebenfalls gel?scht. Der Radweg l?uft dort zwar
> direkt an der Schnellstra?e entlang, teilweise nur durch einen Bordstein
> getrennt. Gerade aber weil das ?u?erst ungew?hnlich ist, sollte der Radweg
> dort als eigenst?ndiger Weg erhalten bleiben.
>
> Ich hatte also Heiko am Dienstag Abend artig ?ber das Nachrichtensystem
> angeschrieben und am Mittwoch eine Antwort erhalten. Dass ich ?ber den
> gel?schten Radweg ?u?erst ungl?cklich bin, hat ihn nicht sonderlich
> interessiert. Anstattdessen bekam ich die Info, dass das in ors und den
> Renderern ja bald klappen k?nnte.
>
> Ich habe Heiko am Donnerstag nochmal freundlich zur?ckgeschrieben (ich
> hatte mich u.a. am Mittwoch abend beim lokalen Geotreffen mit anderen
> Karlsruher Mappern dar?ber unterhalten) und daf?r geworben, die ?nderungen
> wieder r?ckg?ngig zu machen. Das hat Heiko abgelehnt.
>
> Dass die Situation nurmehr in den Editoren viel schwieriger zu ?berblicken
> ist und die Abbildung der Realit?t viel schlechter ist als vorher, st?rt
> Heiko offensichtlich nicht. Dass er einfach ohne Not Informationen, die ich
> "m?hsam und liebevoll" zusammengetragen habe, einfach so wieder aus der
> Datenbank nimmt, scheint er nicht so zu sehen. Dass dann hier ein Posting
> kommt, welches am eigentlichen Problem vorbeizuschippern versucht, finde
> ich ehrlich gesagt auch nicht sonderlich gelungen.
>
> Ich spiele gerade mit dem Routing von Navit auf meinem Tablet 'rum.
> Allerdings ist es ganz sch?n aufw?ndig, Navit die neue Situation
> beizubringen (und es w?re ein so schmutziger Hack, dass ich es nicht
> einbauen werde).
>
> Bis jetzt hat Heiko kein einziges schl?ssiges Argument ins Feld gef?hrt,
> warum es jetzt besser sein soll als vorher. Man kann es so vielleicht in
> kleineren Zoomleveln sch?ner rendern, weil der Radweg nicht mehr von der
> Schnellstra?e verdeckt wird, weil die Renderer keine automatische Spreizung
> beherrschen. Aber Information wegzul?schen, nur damit die Karte hinterher
> sch?ner aussieht, halte ich f?r den falschen Ansatz.
Ich denke es ging ihm nicht nur darum..
Obwohl Übersichtlichkeit auch für gedruckte Karten extrem wichtig ist.
Und bei OSM häufig nicht gegeben.
Was wiederum systembedingt ist.
>
> Ich habe in den vergangenen drei Jahren sehr viele Daten in Karlsruhe und
> Umgebung zusammengetragen. Ich sage immer "wer zuletzt kommt, mappt
> zuletzt", in der Annahme, dass durch Nachmappen eine Verbesserung damit
> einhergeht. Hier aber wurden Daten und Informationen gel?scht. Insofern
> w?re ich f?r einen Revert zur Situation vor der L?schaktion.
Übrigens muß Man in OSM wie zu hause auch manchmal aufräumen.
Sonst müllt man sich total zu und verliert der Überblick.
Neulinge bekommen gar nicht erst einen.
Und auch dazu neigt OSM, denn jeder schreckt davor zurück Dinge zu löschen,
weil es eine Schlammschlacht nach sich ziehen könnte.
Und weil es keine Regeln gibt nach denen man zu sicheren Entscheidungen kommt.
Aber gerade etwas wie OSM braucht konsistente Daten, sonst funktioniert es in 
der Anwendung nicht wie gewünscht!

Das ist ein Problem was wir vielmehr zu lösen haben in Zukunft, sonst kann man 
unsere tollen Daten ganz einfach nicht vernünftig verwenden.
>
> Nachdem Heiko jetzt nicht nur von mir die Information angetragen bekommen
> hat, dass andere Mapper die Situation anders einsch?tzen, hoffe ich in
> meinem naiven Optimismus noch immer, dass Heiko vielleicht zu dem Schluss
> kommt, dass es vorher vielleicht doch nicht so schlecht war, wie es
> ausgesehen hat. An manchen Ecken muss man halt mal ein wenig
> herumexperimentieren, um zum momentan besten Ergebnis zu kommen. Ich hoffe,
> wir kommen da wieder zusammen.
Es ist sehr schwierig solche Dinge ohne Regeln in den Griff zu bekommen!
Weil es keine Regeln gibt kann man im Grunde noch nicht einmal sagen das du 
oder er etwas falsch gemacht hat.
Das ist das große Problem von OSM, was ist denn Konsens?
Und wieviel Chaos hat man mit der Konsens Pilosophie?
Wieviele überflüssige Mails und wieviele überflüssige Edits muß man deshalb 
vornehmen?
>
> Cheers,
>
> ce

P.S.: Generell wird es egal bei welchen Dingen, immer Leute geben die böse 
sind, wenn man etwas löscht oder ändert.
Das hat irgendwie auch etwas mit persönlichen Stolz zu tun, womit ich jetzt 
dich nicht angreifen will, aber das ist irgendwie menschlich.

Eigentlich geht es nur darum ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen und 
darauf sollte unser Augenmerk gerichtet sein.

Schöne Grüße Sven S. 





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