[Talk-de] Weg mit den Map Features (war: was ist ein footway?)

Michael Kugelmann MichaelK_OSM at gmx.de
Do Jun 25 21:32:58 UTC 2009


Falk Zscheile schrieb:
> Jeder kann versuchen mit seinem Schema Leute hinter sich zu scharen. 
Das ist aber "energieverbrauchend" => diese Energie könnte man statt für 
"ständige ewige Diskussionen" für bessere Dinge nutzen!
> Das von Michael Kugelmann vorgeschlagene Modell kommt aus einer 
> entgegengesetzten Richtung: 'Wir schaffen ein Gremium, welches über 
> das maßgebliche Masterliste wacht.'
Nein! Es ist sehr wichtig, daß das "Gremium" nicht selber bestimmen 
soll, sondern nur auf einem vorher festgelegten Weg ein Meinungsbild 
herbeiführen soll. Das "Gremium" soll also nicht selber entscheiden 
sondern nur sich um die "Bürokratie" kümmern. Und auch darum, daß nicht 
die Deutschen etwas beschließen, was dann sonst weltweit keinen Sinn 
macht! Vielleicht wäre das ein Job für die Foundation...

> Es ist natürlich mit einem Risiko behaftet und setzt natürlich auf die 
> Vernunft der einzelnen Mapper und "Schulen", dass sie eben nicht 
> aufeinander los gehen und einen edit war vom Zaun brechen. Es setzt 
> die Einsicht vorraus, dass es nur in einfachen Fällen ein allein 
> glücklichmachendes Schema geben wird.
Und diese Vernunft und Einsicht wird immer weniger, je mehr Leute im 
Projekt aktiv sind! Leider... Je mehr Leute aktiv sind, desto mehr 
(teilweise auch abstruse) Meinungen gibt es, desto mehr Diskussionen und 
desto weniger Konsens wird vorhanden sein.

Offen gesprochen k#### [1] es mich bereits heute manchmal hier in der ML 
an: alle paar Moonate die selben nervenaufreibenden Diskussionen zu 
bestimmten Themen von vorne. Weil irgend jemand neues dazukommt und 
alles was seit längerer Zeit eingesetzt und bewährt ist plötzlich auf 
den Kopf stellen will. Warum???
Mir ist klar, daß eine Map nie fertig werden wird und immer Pflege 
bedarf. Aber wir sollten nicht ständig das Rad neu erfinden. Besipiel: 
meinen Heimat-Ort (oder soll ich Teiort/Dorf schreiben) habe ich vor 
mehr als 2 Jahren auf einer "weißen Map" angefangen und komplett 
gemappt. Ich denke, daß ich dabei mindestens 95% alleine gemacht habe. 
Und da gibt es weitere Orte wo ich viel Aufwand rein gesteckt habe. Und 
für derartige Orte fühle ich immer noch eine gewisse "Verantwortung". 
Das sind nicht "meine" Gebietem, aber habe eine innerliche "Patenschaft" 
dafür. Und wenn sich entsprechend etwas an den Map-Features ändert gehe 
ich die Gebiete manchmal durch und pflege das ein.
Allerdings habe ich offen gesprochen nicht Lust alle paar Wochen die 
ganzen Gebiete neu durchzugehen, weil irgend jemand wieder meint, alles 
auf den Kopf stellen zu müssen (z.B. den Default bei "oneway" auf 
"motorway_links" von "no" auf "yes" zu stellen. Überlegt euch bitte 
welche nutzlose (!) Arbeit damit erzeugt wird, die ganze Map (weltweit) 
entsprechend umzustellen oder zumindest zu überprüfen.
Es ist in der Industrie eine bewärte Praxis Richtung (Groß-)Serie das 
Risiko zu minimieren. Wir sind bei OSM zumindestens in Deutschland m.E. 
nicht all zu weit von der "Serie" entfernt (ja es gibt noch viel zu tun, 
aber von den Straßen her ist es schon sehr (!) ordentlich). Und deswegen 
sollten wir m.E: auch etwas weniger Experimentierfreundlich sein...

Aus diesem Grund wünsche ich mir mehr "Stabilität" im Projekt. Und nur 
wenn eine gewisse Stabilität erreicht ist, kann auch eine gute Qualität 
der Daten heraus kommen. Sonst geht nämlich bei den ständigen Änderungen 
und Umstellungen zu viel schief oder wird schlichtweg versehentlich 
übersehen.
Das ist der Grund, warum ich gerne etwas mehr festgeschriebene 
Map-Features hätte.


MfG
Michael.

zu [1]: sorry für die schroffen Worte, aber das drückt meinen 
diesbezüglichen Frust aus... Als ich zum Projekt (OSM) vor 2,5 Jahren 
dazu gekommen bin, habe ich deutlich mehr und intensiver mier in der ML 
mitdiskutiert. Aber wie gesagt die vielen wiederkehrenden 
(Monster-)Diskussionen nerven mich teilweise nur noch...    :-(





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