[Talk-de] Weg mit den Map Features (war: was ist ein footway?)

Tobias Knerr osm at tobias-knerr.de
Fr Jun 26 11:27:43 UTC 2009


Markus schrieb:
>> Nur die Tags derjenigen Schule, die du für die "richtige" hältst, 
>> Und deine Schule bietet idealerweise eigene Presets und Dokumentation
> 
> Das bedingt, dass der OSMer
> a) alle Schulen kennt
> b) valide Kriterien hat um diese zu vergleichen
> c) sich für die "beste" entscheidet
> d) alle Änderungen und Entwicklungen beobachtet

Keine dieser Bedingungen ist in irgendeiner Weise erforderlich. Ich
halte mich an einen Satz von Definitionen. Dafür muss ich die anderen
doch nicht kennen?

Eher ist es *jetzt* so, dass ich alle Definitionen kennen muss. Wenn mir
ein highway=footway begegnet, kann ich nicht davon ausgehen, dass es
sich um das handelt, was ich als highway=footway kenne, es kann auch die
Auffassung sein, die kürzlich auf einer von mir nicht gelesenen ML
etabliert wurde.

Wenn mir dagegen ein andereschule::highway=footway begegnet, dann weiß
ich, dass es nicht "meine" Art von footway ist.

> Das schaffen ja nicht mal unsere erfahrenen Politiker.
> Sondern setzen auf Stäbe, Berater, Fraktionszwang.

Genau diesen Effekt will ich doch ausnutzen. Eine "Schule" ist letztlich
eine Fraktion. Ich halte mich dort in den meisten Fragen einfach an das,
was mir andere Leute sagen.

Aber es ist doch für die Debatte ganz hilfreich, wenn öffentlich bekannt
ist, wer welcher Fraktion angehört und was eigentlich die Meinung jeder
Fraktion ist.

> Also ich hätte gern /eine/ Variante, und zwar die beste.

Ich auch. Aber wie willst du zu diesem Zustand kommen? Momentan
funktioniert es jedenfalls nicht, also muss irgendetwas an den Prozessen
geändert werden.

Ein guter erster Schritt zu einer einheitlichen Lösung ist meines
Erachtens der, dass jeder erst mal seinen Standpunkt klar darlegt. Das
geht am besten, indem man die Leute nicht von Anfang an zwingt, im
gleichen Wiki-Artikel herumzupfuschen. Stattdessen darf jeder seine
eigene Definition schreiben.

*Dann* ist klar, wo die Unterschiede in den Auffassungen liegen und man
hat eine weit bessere Diskussionsgrundlage. Und die Diskussionen werden
weniger emotional, weil keiner Angst davor haben muss, dass seine
bisherigen Tags plötzlich "falsch" werden -- es ist durch die
gespeicherte Zuordnung ja klar, nach welcher Auffassung sie erfasst wurden.

Tobias Knerr




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