[Talk-de] OSM als Beispiel für gescheiterte Basisdemokratie

Martin Koppenhoefer dieterdreist at gmail.com
Mo Jun 29 13:07:10 UTC 2009


Am 29. Juni 2009 14:40 schrieb Sven Sommerkamp <s_sommerkamp at gmx.de>:
>> >> Ein OSM mit mehreren Layern könnte Daten entflecheten
>> >
>> > dagegen. Mehrere (unabhängige) Layer führen dazu, dass die Daten
>> > untereinander inkonsistent werden.
> Naja, unterschiedliche Verwendungen führen wohl zu unterschiedlichen
> Optimierungen der Daten.
> Das muß nicht unbedingt schlimm sein..

genau, das ist im Gegenteil sogar erwünscht, sollte aber gem. dem
OSM-Credo nicht in der Datenbank stattfinden, sondern in der
Auswertung/Darstellung.

> Eine Seekarte braucht z.B. keine Straßennamen, Bäcker und sonstige POI's sind
> auch nicht notwendig.

ja, aber wenn Du im Straßenbereich editierst, wirst Du auch keine
Seezeichen zu sehen bekommen (da diese auf See/am Wasser sind), d.h.
es kann Dir egal sein.

> Und eine routingfähige Straßenkarte braucht keine Seezeichen und keine
> Gebäudedarstellung.

dito für Seezeichen, -1 für Gebäudedarstellung. Vielleicht braucht
_Deine_ Straßenkarte keine Gebäude, meine schon.

> Eine Gerenderte Karte braucht keine totale Ortsgenauigkeit, sondern gute
> Lesbarkeit

-1, es kommt auf den Zweck/ die Intention an. Das mappen wir (zum
Glück) nicht explizit, daher s.o.: pre-/postprocessing beim Anwender,
nicht in der Datenbank.

> In kommerziellen Kartenwerken werden manchmal Informationen vereinfacht,
> und nicht immer ortsgenau dargestellt.

ja. Und? Wir zeichnen ja keine Karte, auch wenn das immer mal wieder
so dargestellt wird.

>> Dennoch könnte man die Daten virtuell in "Layer" gliedern/filtern.
>> Damit man diese bedarfsgerecht nutzen kann.
> Wenn das ein einfacher gehbarer Weg ist..
> Ich bin da relativ Leidenschaftslos, es würde wohl dann Sinn machen,
> das diese für bestimmte Zwecke gepflegten Daten auch in getrennte Dateien
> fließen.

Vielleicht verstehe ich Dich ja auch falsch. Meinst Du z.B., ein
Node/POI könnte zusätzlich eine Information/Tag für den Renderer
bekommen wie z.B: rendern bis Zoom 10, bzw. Renderpriorität 7? So was
könnte man ja durchaus machen (oder z.B. einen Node, der explizit die
Position der Beschriftung angibt, wie man es auch bei einer manuell
erstellten Karte machen würde). Die Renderer wären ja trotzdem frei,
diese Zusatz-Informationen zu verwenden oder zu verwerfen.

Wenn Du dagegen meinst, wir sollten die Straßen einmal für den
Renderer und einmal für den Router zeichnen und jeweils separat in
verschiedenen Datenbanken ablegen, dann wird das (hoffentlich) nicht
kommen.

Gruß Martin




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