[Talk-de] ?OSM-Geb?ude in Google-Pseudo-3D ?

Martin Koppenhoefer dieterdreist at gmail.com
Sa Mai 16 04:17:12 UTC 2009


Am 15. Mai 2009 20:36 schrieb qbert biker <qbert1 at gmx.de>:
>> bei Kraftwerken sind die Schornsteine sicher wichtig. Auch Türme halte
>> ich für wichtig, da sie auch aufgrund Ihrer Lage und Höhe leicht zu
>> erkennen sind.
>
> Nix gegen Exoten, aber Schornsteine sind gegen die Masse
> an Wohn- und Geschäftshäusern eher vernachlässigbar.

ja, aber was soll man mit einer Masse an vereinfachten
Einfamilienhäusern anfangen? Solange die einzelnen Besonderheiten
(Gauben, Erker, Balkone, Fassaden) fehlen, ist das einfach nur
langweilig, dient nicht der Orientierung, ...

> Die Frage ist, wie man einen Kompromiss zwischen exakter
> Abbildung und bildlicher Wiedererkennung erreichen kann.
> Google hat einen 3-D-Modeller dafür, OSM nach wie vor nur
> ein zweidimensionales Punkt-Strich-Konzept.

>> Dachdeckung ist nochmal ein anderes Thema.
>
> Es ist ein einfacher Parameter, den jeder Mapper setzen
> kann, der ein relativ grob aufgelöstes Luftbild als
> Vorgabe hat.

Interessant wären hier m.E. z.B. Dachterrassen und zugängliche Dächer,
aber da müsste man auch schon wieder in Regionen vorstoßen, wo unsere
Auflösung eigentlich gar nicht ausreicht.

>> Als Parameter würde ich
>> Firsthöhe und Traufhöhe angeben, Neigung ergibt sich ja dann (bzw.
>> alternativ nur eine der beiden Höhen und Neigung in Grad?)
>
> Schön, aber woher nimmst du die Daten dazu? Ich habe sie
> nicht. Ich kann von oben erkennen, ob das Dach flach ist
> oder Ziegel drauf hat und dann auch den Dachfirst. Ich
> kann die Stockwerke abzählen, weenn ich davorstehe und das
> wars dann.

ja, und damit kannst Du dann Traufhöhe und Firsthöhe schätzen.

>> ja, wobei hier ganz gut ist, grob zwischen 3m für Neubauten und 4
>> Metern für Altbauten zu unterscheiden.
>
> Mal für mich persönlich gesprochen: Das ist mit schnurzegal,
> denn ich will ja keinen Flieger damit zwischen den Häusern
> metergenau fernsteuern ;)

Es ändert die Proportionen halt gewaltig, ob das Haus 12 oder 16 m
hoch ist. Wirst Du dann sehen. Auch ist es gerade in im Zusammenhang
bebauten Gegenden durchaus machbar, relative Unterschiede zu erkennen
(z.B. dieses Dach ist ca. 1 m niedriger als das daneben), denn gerade
diese kleinen Details machen viel aus, um später eine Situation
wiederzuerkennen.

>> Bei Hallen, Kirchen, Säalen
>> etc. versagt dieses Verfahren natürlich gänzlich (oder man gibt die
>> Geschosshöhe zusätzlich an).
>
> Das eine ist eine symbolische Darstellung von Standardformen,
> die sich zigtausendmal wiederholen, das andere ein echte
> 3D-Modellsprache. Beides hat seine Berechtigung aber alles
> mit einem Konzept zu erschlagen halte ich für eher schwierig
> bis unmöglich.

so unmöglich denke ich nicht, dass es ist. Gerade die allermeisten
Kirchen könnte man sicher mit ein paar wenigen Parametern in den Griff
bekommen, und da sie meist die höchsten und prägnantesten Gebäude
sind, spielen sie für das Aussehen eine große Rolle.

Gruß Martin




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