[Talk-de] Semikolon als Trenner (war Re: Paketannahmestellen)

Tobias Knerr osm at tobias-knerr.de
So Nov 1 23:12:36 UTC 2009


Johann H. Addicks schrieb:
>> der lieferservice/schnellimbiss hier um die ecke bietet indisches, 
>> italienisches und asiatisches essen an.
>> heisst das, ich soll da sechs nodes hinsetzen, je drei fuer den lieferdienst 
>> und je drei fuer zum dort essen?
>> achja, selbst mitnehmen kann man das essen auch, also nochmal drei nodes mehr?
> 
> Genau. 9 Nodes.

Also ein passendes Beispiel, warum diese Lösung an sich Overkill ist.
Mehrere Objekte (Nodes/Ways/Relations) mögen eine gangbare Alternative
sein, wenn man Beziehungen zwischen Tags braucht - im Beispiel
meinetwegen dann, wenn die Firma einen italienischen Lieferservice
anbieten, vor Ort aber nur indisches Essen verkaufen würde.

In allen anderen Fällen produziert eine Lösung mit mehreren Objekten nur
Probleme: Man verlässt sich auf eine nicht triviale, nicht dokumentierte
und in der Praxis nicht vorhandene Vorverarbeitung durch Anwendungen.
Man verlässt das für den Mapper intuitivere Konzept, dass ein "POI" eben
auch einem realen Geschäft (etc.) entspricht. Und man macht es ziemlich
schwierig, das Konstrukt mit Presets und anderen GUI-Tools zu bearbeiten
- für die Zukunftsfähigkeit des Datenmodells ist das aber unerlässlich,
und ein auf Tags statt auf mehreren OSM-Objekten basiertes Modell bietet
diese Möglichkeit ohne Weiteres.

Wenn es einfach (mehrere) mehrwertige Tags gibt, dann sollte die
Abbildung auch durch ein Objekt mit entsprechenden Tags geschehen. Wie
man mehrwertige Tags nun umsetzt, ist davon unberührt - neben dem
Verfahren mit Semikolon gibt es ja auch noch die Alternative, wie beim
Recycling mehrere Keys zu verwenden:
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Tag:amenity%3Drecycling

Ein Verfahren mit mehreren Keys - und letztlich Tags - produziert keine
technischen Probleme und ist allemal besser als mehrere OSM-Objekte. So
etwas wie eine Paketstelle als Zusatzservice im Laden kann man ja gerne
als einzelnen Node darstellen (gerade, wenn man der Interpretation
folgt, dass sich eine Paketstelle "im Laden befindet"), aber doch nicht
Eigenschaften wie "cuisine" oder "vending".

Tobias Knerr




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