[Talk-de] Semikolon als Trenner (war Re: Paketannahmestellen)

Tobias Knerr osm at tobias-knerr.de
Mo Nov 2 23:49:39 UTC 2009


Guenther Meyer schrieb:
> werkzeuge und software koennen und werden angepasst werden.

Deshalb schreibe ich ja:

>> Das ist also kein Problem lediglich der aktuellen
>> Anwendungen, sondern eine konzeptionelle Frage.

Denn diese pauschale Aussage hier

> fuer manche reicht eine "dumme" software, fuer manche brauchts etwas mehr. das 
> ist jetzt aber auch schon so...

ist zwar nicht falsch - der entscheidende Punkt ist aber: Um mehrwertige
Attribute handhaben zu können, bräuchte man für manche Aufgaben, wo
jetzt noch "dumme" Software reicht, "intelligente" Software. Software
also, die zwischen Freitextattributen, mehrwertigen Attributen und
eventuellen Sonderfällen (opening_hours?) unterscheidet und dafür auf
eine - nicht existierende - verbindliche Tag-Definitionsbasis angewiesen
ist.

> ich sehe es als vereinfachung.
> man fasst zusammen, was zusammen gehoert.
> 
> ein beispiel:
> 
>   amenity = recycling
>   recycling = batteries;glass;paper
> 
> ich lese das "haupttag" amenity, und habe meine grobe einordnung.
> ich lese das zweite tag, und habe alles, was ich an klassifizierung brauche.
> das reicht z.B. um ein icon zu zeichnen, oder eine Suchfunktion zu bedienen.
> Weitere Tags brauch ich mir gar nicht anschauen.

Inwiefern bedeutet das Ansehen der Werte von 3 Tags, die bereits hübsch
getrennt vorliegen, eine Erleichterung gegenüber dem Ansehen von 3
Wert-Teilen eines Tags, dessen Wert hierzu erst noch zerlegt werden muss?

> wenn das ganze dagegen folgendermassen getaggt ist:
> 
>   amenity = recycling
>   recycling:batteries = yes
>   recycling:glass = yes
>   recycling:paper = yes
>   recycling:cars = no
> 
> ist das wesentlich aufwendiger zu verarbeiten,

Für welche Zwecke?

Bei den Beispielen, die mir so einfallen, kann ich da keinen
Zusatzaufwand erkennen. Einfacher Fall: Ich will wissen, ob ein Objekt
eine Recyclingstelle für (unter anderem) Glas ist.

Pseudocode yes/no:

wenn objekt.wertVon("amenity") ist "recycling"
     und objekt.wertVon("recycling:glass") ist "yes"
dann ...

Pseudocode Semikolon:

wenn objekt.wertVon("amenity") ist "recycling"
     und objekt.wertVon("recycling").trenneAn("[whitespace]*;")
                  .enthält("glass")
dann ...

Sieht ähnlich aus. Wenn überhaupt ist die Notwendigkeit der Trennung des
Wertes noch ein zusätzlicher Aufwand.

> ausserdem ist es kein guter 
> Stil, alle moeglichen Werte grundsaetzlich auf die Schluesselseite zu 
> verlegen.

Liest sich für mich ein wenig so, als würdest du als gegeben
voraussetzen, dass es sich hierbei um einen Wert handelt. Wenn man diese
Ansicht nicht teilt, dann liegt aber auch keine "Verlegung" auf die
Schlüsselseite vor .

Diese etwas längere Mail hier soll jetzt nicht so wirken, als wäre ich
entschieden gegen mehrwertige Attribute mit Semikolon. Ich sehe nur
immer noch nicht wirklich einen Vorteil. Vielleicht hast du ja noch ein
konkretes Beispiel, das mir hilft, deinen Standpunkt besser zu
verstehen? Das mit dem "Stil" ist halt so eine eher subjektive Sache...

Tobias Knerr




Mehr Informationen über die Mailingliste Talk-de