[Talk-de] Was macht OSM in Deutschland so erfolgreich?

Frederik Ramm frederik at remote.org
Sa Nov 7 21:56:26 UTC 2009


Hi,

Jonas Krückel wrote:
>> Henk Hoffs Posting blieb bisher gänzlich unbeantwortet. Scheinbar ist
>> es so, dass der "Riesenerfolg der deutschen OSM-Community" weder das
>> Gesamtprojekt oder gar eine örtliche Abordnung in die Lage versetzt,
>> eine solche Veranstaltung eben mal zu schultern.
> 
> Viele, vllt. auch nur einige, sind der Meinung, dass eine SOTM in  
> Deutschland zu dem jetzigen Zeitpunkt nicht so sinnvoll wäre. Es ist  
> besser eine SOTM in einem Land zu haben, dass eben noch nicht so weit  
> in OSM entwickelt ist und dass sich durch die mit der SOTM  
> einhergehende Aufmerksamkeit (in den Medien) weiterentwickeln kann.
> Außerdem gibt es nächstes Jahr noch die Fossgis als deutsche OSM- 
> Konferenz, dann muss man nicht unbedingt auch noch die SOTM in  
> Deutschland machen.

+1

Das sind auch fuer mich die Hauptgruende.

Um eine Konferenz wie die SOTM zu stemmen, braucht es keine tausend 
Aktiven und keine grossflaechige OSM-Abdeckung. Dafuer reicht ein 
Kernteam von 4, 5 guten, aktiven Leuten, die ranklotzen koennen und 
wollen. Das geht in fast jedem Land.

Die SOTM hat im Laufe ihrer drei Jahre immer staerker einen nach aussen 
gewendeten Charakter bekommen. Spaetestens seit Amsterdam empfinde ich 
die SOTM weniger ein Community-Treffen, sondern mehr ein Schaulaufen 
fuer Politik und Wirtschaft: "Schaut her, was wir tolles koennen!"

Eine solche Konferenz kann, finde ich, in einem Land, in dem OSM noch 
nicht so fortgeschritten ist, mehr Nutzen stiften. Die deutschen OSMer 
wissen, dass sie gut sind - sie brauchen sich nicht zu treffen und uns 
alle gegenseitig auf die Schulter zu klopfen ;-)

(Mal ganz ehrlich - ich bin ja gern dabei, die talk-de-Miesepetrigkeit a 
la "OSM taugt nichts und wird untergehen" anzuprangern, aber auf der 
SOTM in Amsterdam hatte ich gerade das gegensaetzliche Gefuehl; da war 
alles grossartig, alles toll, die Zukunft nur rosig, alle waren Freunde 
und ueber Probleme redet man nicht. Fast so, als ob man das tolle Image 
"nach aussen" nicht beschmutzen wollte. Das war mir dann auch ein 
bisschen zu viel des Guten.)

Tirkon hat recht, wenn er schreibt, dass wir hier in Deutschland 
ziemlich viel "nebeneinander her" wurschteln anstatt zusammen. 
Vielleicht ist das das Geheimnis unseres Erfolgs - weniger Bier, mehr 
Arbeit! Aber ich hoffe, dass die FOSSGIS im Maerz genuegend Anlass fuer 
alle Aktiven in der Community gibt, sich kennenzulernen und eventuell 
auch mal zusammen was anzufangen.

Bye
Frederik

-- 
Frederik Ramm  ##  eMail frederik at remote.org  ##  N49°00'09" E008°23'33"




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