[Talk-de] Relationen besser als Tags?

qbert biker qbert1 at gmx.de
Di Nov 24 17:44:21 UTC 2009


-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Tue, 24 Nov 2009 14:14:50 +0100
> Von: Martin Koppenhoefer <dieterdreist at gmail.com>
> An: Openstreetmap allgemeines in Deutsch <talk-de at openstreetmap.org>
> Betreff: Re: [Talk-de] Relationen besser als Tags?

> Am 23. November 2009 17:04 schrieb qbert biker <qbert1 at gmx.de>:
> 
> > Und die Lagedetails, die man verliert, sind meist
> > pseudogenau.
> 
> 
> das lasse ich nicht gelten. 

*g*

> Auch wenn die Genauigkeit zunächst nur
> relativ
> ist (der Weg liegt rechts in diesem Abstand und der nächste ist doppelt
> so
> weit entfernt), wird sich im Laufe der Zeit und mit mehr Details immer
> mehr
> Genauigkeit iterativ einstellen. 

Dazu brauchts aber Konzepte und Technik. 'Frei Auge' hat 
natuerliche Limitierungen. Iterativ wird ab einem bestimmten
Niveau nur noch hin und her geschoben, aber wenig verbessert.
Sind jedenfalls meine Beobachtungen. 

> Auch Objekte, die sich zwischen diesen
> Ways
> befinden (z.B. auch Ampeln, Stromkästen, Bordsteine, Blitzgeräte,
> Straßenschilder, etc.), können sauber eingetragen werden: das ist bei
> reinen
> Tags komplett unmöglich.

Komplett unmöglich ist schon mal garnix. 'Auf dieser Hoehe
zwischen Element x und y' ist realisierbar und genau.
  
> gegen absichtlich falsches Mapping ist halt kein Kraut gewachsen.

Nachdem es bei OSM kein falsch und richtig geben darf, wie
soll es da falsches Mapping geben? ;) Nö, im Ernst, falsch 
und richtig bedarf einer Zielvorstellung, wie das Ergebnis
auszuschauen hat und bisher hat niemand definiert, wie
Radwege ortsgenau einzutragen sind. Ein Mapping, das die
Abfolge der Parallelen kennt, kann sich hingegen dynamisch 
anpassen.
 
> je nachdem, wie sehr man sich bemüht. (und wie sehr man ggf. durch die
> Editoren unterstützt wird). "Der Bereich ist 3m breit" gilt halt für
> einen
> definierten Punkt, 

Nein, für einen Abschnitt und das nicht zufällig, sondern
weil das mal einer so festgelegt hat und das so in den Plänen
steht. Wer genauer taggen will wie die Vermesser, braucht aber
mindestens deren Technik.

> meist verändern sich die Breiten ja dynamisch 

Nö, ausser der Knilch an der Maschine war besoffen ;)

> (vor
> allem,
> wenn Spuren beginnen und enden, dann gibt es noch die quergestreiften
> Flächen, etc.).

Das ist ein Thema, das bei mir noch auf der Liste steht.
Diese ganzen Zusammen- und Auseinanderführungen folgen ja
i.A. festen Regeln die sich gut abstrahieren lassen sollten.
 
> Die hier vorgeschlagenen Tagabstraktion sehe ich als deutlich
> routingorientiert an, das ist aber m.E. nicht das Hauptziel wenn es darum
> geht, die Welt in einer Geodatenbank zu beschreiben.

Nein, sie ist geometrieorientiert. Sie bildet ab, dass es
sich um Konstruktionen handelt und nicht um zufällig 
entstandene Linienführungen.

> wir sprechen hier ja nicht von einem Way sondern genau betrachtet von
> mehreren. Das Prinzip von OSM ist, reale Gegebenheiten auf Linien zu
> abstrahieren und diese zu beschreiben. Mehrere Spuren sind daher m.E. in
> einem fortgeschrittenen Stadium mehrere ways, (und ggf. auch zusätzliche
> Flächen). Abbiegespuren etc. sind so transparent abbildbar.

Wie das fortgeschrittene Stadium aussehen wird, ist ja noch
offen. Dass das zwangsläufig alles über die unterste Ebene
(Node-Verbindungen) abgebildet werden muss, ist kein Naturgesetz.
Ich habe mir jetzt sein Autobahnkreuz runtergezogen und werde
mich mal ein wenig damit spielen. Wenn das Ergebnis (erstmal mich)
überzeugt, kann das ja als weitere Diskussionsgrundlage dienen.
 
Gruesse Hubert
-- 
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