[Talk-de] Double nodes in Deutschland

Mirko Küster webmaster at ts-eastrail.de
Mo Sep 7 09:55:45 UTC 2009


>Bei Reihenhäusern ist also jedes einzelne ein eigenes Karten-Objekt.
>In der Realität sind sie meist durch eine Brandschutzmauer getrennt.

Wir malen nur Grundflächen und keine einzelnen Mauern. Zwei Objekte ja, 
schon alleine wegen der eigenen Eigenschaften die jedes Haus individuell 
hat. Solange dort aber kein echter Abstand dazwischen ist, reicht es, wenn 
sich zwei Reihenhäuser die Berührungspunkte teilen. Nahe beieinander oder 
fast aufeinander liegende Nodes sind da wirklich nicht nötig.

>Meistens teilen sich reale Objekte keine XY-Punkte (solange die Objekte
>nicht übereinander liegen, aber dann wäre jeweils Z betroffen).
>Wenn beispielsweise ein Haus in einer Wiese steht, dann "verschmilzt"
>die Hausmauer nicht mit dem Gras und das Gras wächst nicht auf der Mauer.

Hier wieder die Grundfläche. In der realen Welt eher mit der Bodenplatte des 
Hauses zu vergleichen. Die Mauern hätten ihre äußere Begrenzung am Rand der 
Bodenplatte und stehen auf dieser. Auch da wäre das eigentlich kein Problem 
den Rand der Bodenplatte bzw. Grundfläche mit dem Rand des umliegenden 
Geländes zu verknüpfen. Dazwischen ist ja nichts. Betrifft aber wirklich nur 
den seltenen Fall wenn sich wirklich direkt am Rand der Grundfläche etwas 
ändert. Ansonsten muss man Häuser weder in Flächen einbetten noch 
auschneiden, die werden vom jeden Renderer ohne extra Hinweis automatisch 
über die Fläche gerendert.

>Immer wieder stolpere ich über "Wege am Waldrand" bei denen die Punkte
>zusammengelegt sind. Zwar kann man dann den Weg "einfach zusammen mit
>dem Waldrand verschieben", aber es ist nicht mehr möglich, den Wald über
>die Strasse wachsen zu lassen, die Wiese zwischen Weg und Wald
>einzuzeichnen, den Wald zu roden und eine Wiese anzulegen, geschweige
>denn den neuen Fahrradweg einzuzeichnen.

Das ist natürlich ein klarer Fehler bzw. eine starke Vereinfachung. Ein Weg 
kann sich nicht die Baumgrenze teilen, da stehen die Randfichten. Entweder 
ist der Weg noch knapp im Wald drinnen und die Randfichten stehen zwischen 
Weg und ausserhalb. Oder der Weg ist schon draußen, läuft auf Gras zwischen 
Randfichten und meinetwegen Acker.

Genau das habe ich schon immer berücksichtigt. Ein Weg hat immer seine 
eigene Trasse auf der er verläuft und die Landnutzung grenzt an diese Trasse 
an, nicht direkt aneinander und der Weg läuft darauf. Kommt näher an die 
Realität, lässt sich leicht bearbeiten und es muss keiner jammern das 
Farmland für die Tonne ist, weil der Weg mangels Kontrast darin 
verschwindet. http://osm.org/go/0MEIGbaNa

Bei sowas hier kommt mir natürlich auch die Wurst. 
http://osm.org/go/0MBGfhhG8

>Überhaupt scheint mir das Konzept, wie man "Linien mit Flächen" und
>"Flächen mit Flächen" kombiniert, nicht schlüssig:

Welche Blüten das trägt sehen wir ja täglich. Wir haben zwar Multipolygon, 
was auch über inner und outer innenliegend kommuniziert, tatsächlich aber 
ausgeschnitten interpretiert wird. Desshalb war ich schon immer dafür das 
multipoly um eine role zu erweitern. Cut für wirkliches ausschneiden und 
Inner zukünftig wirklich für innerhalb liegend. Rendertechnisch bliebe es 
sich gleich, würde aber eindeutig zeigen was der Mapper meint und ließe sich 
so auch passend auswerten. So könnte man z.B. auch eine zugehörige 
Brachffläche innerhalb eines Wohngebietes darstellen, ohne das es einer 
fälschlicherweise als ausgeschnitten fehlinterpretiert oder man auf 
Kunstgriffe wie Landuse Puzzles zurückgreifen muss, bzw. den klassischen 
Fehler begeht und die Landuses mit Layern verseucht.

Ganze Städe sind so teilweise im Eimer. Aus Angst das inner wirklich rein 
als ausgeschnitten interpretiert wird, bestehen ganze Orte nur aus ganzen 
Flächen die man mit Layern übereinander gestapelt hat. Es fehlt einfach seit 
jeher das reine Grundelement was wirklich nur innenliegend aber nicht 
wirklich ausgeschnitten aussagt. Inner ist verbrannt und wird mehrheitlich 
als ausgeschnitten gewertet.

Mit den Wegen auf dem Rand kommt daher weil es keine wirklich offizielle 
Empfehlung gibt. Da hat jeder nach Bauch losgelegt. Für mich war obiger Weg 
logisch, andere haben es sich da einfach gemacht und sind den 
erfassungstechnisch leichtesten Weg gegangen. Kann ich auch nachvollziehen. 
Man vermisst nur einmal den Weg und klatscht die Wege einfach daran. Mit 
dieser Methode kannst du binnen weniger Stunden einige Quadratkilometer 
runterreißen. Nimmt man meine Methode, muss man den Weg messen und die 
Abmaße der Trasse bzw. der angrenzenden Landuses. Und die gehen nunmal nicht 
immer gerade durch, haben einen eigenen Verlauf und ihre Bäuche und das 
braucht entsprechend mehr Zeit und manchmal bei einigen Übergängen auch 
etwas Kreativität.

Da müsste man erstmal auskaspern wohin es gehen soll und dann eine 
entsprechende Empfehlung geben, an die man sich dann zukünftig hält. Das 
vorhande muss man dann aufräumen.

Gruß
Mirko 





Mehr Informationen über die Mailingliste Talk-de