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Tobias Knerr osm at tobias-knerr.de
Mi Sep 9 18:59:23 UTC 2009


Sven Anders schrieb:
> Was haltet ihr von einer Relation
> 
> name=Hans Albers
> type=person
> born=1891-09-22
> dead=1960-06-24
> description=German Artist....
> description:de=Deutscher Sänger u.A. auf der Reperbahn nachts um halb eins....
> [...]
> Finde die Idee richtig gut, wieder mal was was man der Presse erzählen kann.

OSM revolutioniert Datenbanktechnik: Ein Schema für alles

Nachdem mit der Übernahme der kompletten Audio- und Videobestände von
Wikimedia Commons die Integration der Inhalte sämtlicher
Schwesterprojekte der Wikipedia in die Datenbank von OpenStreetMap
abgeschlossen ist, planen die Mitglieder des Projekts nun den nächsten
Coup: Im Rahmen einer Kooperation mit dem kürzlich von Oracle
abgestoßenen MySQL (wir berichteten) soll die Verwendung des
OSM-Datenbankschemas auch Geschäftskunden schmackhaft gemacht werden.
Gerade für Kundendatenbanken sei das System wegen der Erfahrung mit
Personeneinträgen sehr geeignet, wirbt Sven Anders, langjähriges
Mitglied des OpenStreetMap-Projekts. Man versuche derzeit noch,
Interessenten für das Konzept zu gewinnen.

Auch wenn derweil die Erfassung des Straßennetzes etwas an Fahrt
verloren hat, macht das Projekt beim namensgebenden Ziel weiter
Fortschritte. Im letzten Monat konnten allein in Deutschland mehrere
Hausumrisse und Straßenverläufe nachgetragen werden. Die größte
Herausforderung besteht darin, die vorhandenen Datenstrukturen bei den
Bearbeitungen nicht zu beschädigen. Besonders die Gastronomie bereitet
den Datensammlern Kopfzerbrechen: "Die korrekte Übertragung der
Speiseplan- und Nahrungsmittelrelationen der Wirtshäuser im Osten der
Stadt hat uns einige Wochen gekostet", berichtet Anders. Mittlerweile
sind aber auch die unlängst von einem Neuling versehentlich beschädigten
Spielpläne der Handball-Bundesliga wieder intakt. Der OSM-User hatte
versucht, die Einträge ohne die erforderlichen Plugins für den
Dateneditor "JOSM-NG2" zu bearbeiten.

Manche fragen indes, ob die enge Verzahnung der Datensätze wirklich
erforderlich ist. "Gerade bei den Wirkungsorten von historischen
Personen gibt es mit den Adressen in der Regel eine hervorragende
Möglichkeit, ohne direkte Referenzierung der OSM-Objekte ein Gebäude zu
bezeichnen", führt der Projektkritiker Tobias Knerr an. "OpenStreetMap
hätte lieber auf die Zusammenarbeit mit anderen freien Projekten achten
sollen. Man könnte ja durchaus auch eigene Schwesterdatenbanken
anlegen." Anders weist dies jedoch entschieden zurück - das Kombinieren
mehrerer Datensätze sei einem Nutzer der Daten prinzipiell nicht
zuzumuten. Angesichts der Breitbandoffensive der von der Piratenpartei
geführten Bundesregierung werde bald auch der Download der aktuellen
OpenStreetMap-Daten für manche Nutzer wieder praktikabel sein.




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