[Talk-de] Externe Datenbank für Gebäudemodelle

Peter Wendorff wendorff at uni-paderborn.de
Mi Dez 22 17:35:44 UTC 2010


Hallo André.
Danke, dass ich "dieser Jongleur" bin ;)
Rückmeldungen sind natürlich immer gut.

Am 22.12.2010 17:59, schrieb André Reichelt:
> Hallo,
> ich finde das Ganze ja schon spektakulär. Ich habe mir unterdessen die
> englischsprachige Beschreibung von diesem Jongleur durchgelesen und
> möchte noch meine Gedanken zu einer externen Datenbank los werden.
>
> An sich halte ich ein dreigliedriges Vorgehen für sinnvoll. Die dort
> vorgestellte Methode gefällt mir schon gut. Dumme renderer legen einfach
> alle Flächen übereinander und kommen so auf die komplette grundfläche
> des Gebäudes. Komplexere Renderer können diese Von-Bis-Werte verwenden
> um ein abstrahiertes 3D-Modell zu erzeugen. Wir sollte die einzelnen
> Ebenen aber auf jeden Fall in eine Relation packen um zu zeigen, dass es
> sich hier um ein Teil handelt.
Das ist angedacht; ich hab mich aber bisher nicht tiefgehend genug mit 
den vorhandenen Ideen in der Richtung beschäftigen können.
Gehört hab ich z.B. von der site-Relation, weiß aber nicht genau, ob die 
passt.

Vorschläge sind immer willkommen.
> Im nächsten Schritt sollten wir aber irgendwo tatsächlich eine
> hauseigene Datenbank hinterlegen, in die jeder nach bekannter Manier
> Gebäudemodelle (auch mit Texturen) hochladen kann. Diese könnten dann
> beispielsweise eine ID bekommen und werden dann über die Relation (oder
> den Gebäudeumriss als Area, sofern keine Relation vorhanden) mit dieser
> ID verlinkt.
Das wäre ein anderer Schritt, ja.
Meine Motivation für das, was ich im Wiki skizziert habe, und was von 
Komzpa gerendert wird, ist tatsächlich nichtmal die 3D-Darstellung 
gewesen, sondern Routing für Blinde Fußgänger.
Hier können Mauern, und insbesondere auch Wände, Leitlinien bilden, an 
denen entlang navigiert werden kann.

Gibt es Vorsprünge der Gebäude in oberen Stockwerken oder gar "Brücken", 
dann ist dies nicht mehr aus den Daten ohne Zusätze abzuleiten. Bei der 
Diskussion darüber im IRC stolperte ich dann über die Versuche, per 
Extrusion 3D-Gebäude zu rendern. Daran hab ich die Idee dann angepasst, 
so dass jetzt hoffentlich beides funktioniert.
> Von der bisherigen Idee, die Daten einfach über einen externen Link über
> HTTP einzubinden halte ich sehr wenig, da hier Virenschleudern usw. Tür
> und Tor geöffnet wird. Außerdem kann es sein, dass personalisierte
> Server ausfallen oder Daten plötzlich verschwinden. Insgesamt also kein
> gutes Konzept für eine hohe Datenverfügbarkeit.
Ich halte dies trotzdem für die bessere Idee:
- Virenschleuder ist kein Argument; wenn man ein Datenformat vorgibt. 
Scripting z.B. kann man hier einfach verbieten.
- Personalisierte Server können ausfallen; zusätzliche große Datenlast 
auf OSM-Servern ist aber auch nicht besser. Eine verteilte Möglichkeit 
per Link würde es erlauben, dass jeder seine Modelle auch verteilt 
freigibt, ohne dass dafür eine gemeinsame Datenbank aufgebaut werden 
muss, die eben zentralisiert viel Last erzeugt. Etwas, das in der 
OSM-Infrastruktur meines Erachtens momentan nicht besonders gut 
aufgehoben wäre.
> Einzig über das Datenformat müsste sich noch der Kopf zerbrochen werden.
> Ich selbst bin eher für die Entwicklung eines eigenen Tools, da mir
> bisher kein vernünftig bedienbares quelloffenes 3D-Programm einfällt.
> Ich kenne nur Blender und sich darin einzuarbeiten halte ich für
> unzumutbar, selbst für einen OSM-Experten, da die Hürde nochmal um den
> Faktor Zehn höher ist als bei Josm (nach meinem Verständnis).
>
> Mir schwebt ein Programm ähnlich Google Sketchup vor. Dabei soll es
> irgendwo eine zentrale Texturendatenbank geben, in die man allgemeine
> Texturen packen kann (z.B. »verputzte Wand« oder »Holzwand« oder
> »U-Dachziegel«). Spezifische Texturen, welche z.B. über Photographien
> gewonnen wurden, sollen dann aber in dem jeweiligen Gebäudemodell
> gespeichert werden. Die Datenbanktexturen sollen dann über eine
> individuelle Färbung überblendet werden können, sodass man mit wenig
> Speicherverbrauch möglichst alle Standardfälle abdecken kann.
>
> Die Texturendatenbank hat den Vorteil, dass Navihersteller jene
> Datenbank bereits fest in die Software integrieren können. Dadurch sinkt
> der Datenverkehr enorm und unsere Server werden entlastet.
>
> Was haltet Ihr von der Idee? Sind natürlich nur alles grobe Skizzen,
> aber an sich halte ich das für den besten Weg, um vom einfachsten
> Renderer bis zur kompletten 3D-Umgebung alle zufriedenzustellen.
Von der Idee her finde ich das gar nicht so schlecht - abgesehen, wie 
gesagt, von der zentralen Datenbank, bei der ich erstmal skeptisch bin.

Das Ganze wird nicht meine Baustelle werden; eine Entlastung, was den 
Missbrauch der Multilevel Building Shapes angeht, würde ich aber begrüßen.

Gruß
Peter ("dieser" Jongleur)




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