[Talk-de] Björn-Steiger-Stiftung - Status Rückbau und offen für eine Zusammenarbeit

Michael Buege michael at buegehome.de
Fr Jul 16 12:49:38 UTC 2010


Zitat olvagor:

> Michael Buege schrieb:
>> Hat er auch gesagt, welcher Art diese versicherungstechnischen Bedenken
>> der Verlage waren? Ich kann mir gut vorstellen, dass kein Verlag eine
>> Garantie abgeben wollte, dass solche moeglicherweise lebensrettenden
>> Informationen zu hundert Prozent korrekt eingezeichnet und aktuell sind.
>> Wenn jemand in einem Notfall (wann sonst) nach Kartenangabe eine
>> Notrufsaeule sucht und die ist nach Murphys Law nicht dort, wo sie sein
>> soll, wird der Kartenverlag mit ziemlicher Sicherheit Probleme bekommen.
> 
> Mit dieser Argumentation müsstest du alle "sicherheitsrelevanten" Daten
> aus OSM heraushalten. Es gibt bereits jetzt schon etliche Notruftelefone
> an Straßen in OSM und die müssten alle gelöscht werden. Das gleiche gilt
> für Krankenhäuser, Feuerwehren, Polizeistationen, Hydrantenanschlüsse,
> sogar normale Telefonzellen, evtl. sogar Hausnummern (wenn der
> Rettungsdienst ein Haus sucht)... vermutlich lässt sich das soweit
> fortführen, bis die Datenbank leer ist.

Ich will gar nichts heraushalten oder gar loeschen. Ich kann auch nicht 
erkennen, das ich dahingehend argumentiert habe. Je mehr Objekte, 
"sicherheitsrelevant" oder nicht, desto besser. 
Mein Standpunkt ist, wenn jemand ein Kartenwerk haben will, in dem alle 
Objekte "sicherheitsrelevant" oder nicht, korrekt dargestellt sind, ist OSM 
nichts fuer ihn. Das ist bedauerlich, aber nicht zu aendern. Und obwohl sich 
ein gegenteilig lautendes Geruecht hartnaeckig haelt, wird er auch woanders 
nichts finden, bei Kartenverlagen zum Beispiel. Das ist keine Kritik an den 
Verlagen und schon gar nicht an OSM. Wenn ueberhaupt, dann eine Kritik an 
ueberzogenen Erwartungshaltungen.
Meine Frage war: Warum sieht jemand, der bis dato niemanden dazu ueberreden 
konnte, eine Karte mit Notrufsaeulen zu produzieren, weil niemand sich fuer 
die notwendigerweise einhundertprozentige Richtigkeit der Karte in Haftung 
nehmen lassen wollte, in OSM eine Loesung seines Problemes? 
Wenn das so klingt, als wuerde ich eine Zusammenarbeit ablehnen, so klingt 
das falsch. Mich interessieren vielmehr Loesungsansaetze. Was kann OSM oder 
was bietet OSM, was Kartenverlage nicht haben oder koennen. Da faellt uns 
spontan sicher recht viel ein, aber was davon ist im konkreten Fall von 
Bedeutung?
Aus den bisherigen Informationen kann ich nicht entnehmen, ob die Leute 
wissen, dass sie in Punkto Garantie, Haftung, Richtigkeit, Vollstaendigkeit 
usw. bei OSM noch weniger zu erwarten haben als von denen, bei denen sie 
bisher angeklopft haben. Wenn sie es wissen und trotzdem was zusammen mit 
OSM machen wollen, interessieren mich die Ideen dazu. Denn vor dem 
Hintergrund aehlicher Diskussionen hierzulist koennten diese Ideen auch 
anderen Leuten nuetzlich sein.

-- 
Michael





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