[Talk-de] Konzept für die Gruppierung von ways (ähnlich Linienbündel; Problem von drehenden ways bei forward/backward)

Frederik Ramm frederik at remote.org
So Jul 25 21:39:29 UTC 2010


Hallo,

steffterra wrote:
> Wieso dann nicht die Argumente in einem neuen Datenmodell vereinen?
> Sicher bin ich nicht der erste, dem das einfällt. Ich habe hier schon
> des öfteren von "Linienbündeln" und "Fahrspurtagging" gelesen.

Ich habe Deinen Vorschlag gelesen. Meine persoenliche Meinung ist, dass 
es zu frueh ist, solche Komplexitaet in OSM einzubauen; die allermeisten 
im Projekt sind noch lange nicht an dem Punkt, wo sie sich um solche 
Dinge Sorgen machen. Andrerseits kann es natuerlich nie schaden, mal ein 
bisschen vorauszudenken.

Was ich nicht so recht verstehe, ist: Wieso meinst Du, dass eine neue 
Art von Objekt erforderlich ist? Die Editoren muessen eh angepasst 
werden, um Dein Konzept zu "verstehen", also koennte man sie auch derart 
anpassen, dass statt Deiner "neuartigen Way-Gruppierung" eine ganz 
gewoehnliche Relation eingesetzt werden kann - in einer fuer den 
Benutzer nicht unterscheidbaren Art und Weise.

Die Latte fuer "neuen Objekttyp in der zentralen Datenbank einfuehren" 
haengt wesentlich hoeher als die fuer "neue Art von Relationsnutzung 
erfinden und Editor-Support dafuer entwickeln". Fuer das erstgenannte 
musst Du wesentlich mehr Leute davon ueberzeugen, dass das, was Du 
vorhast, gut ist. Das wiederum fuehrt zu meiner einleitenden Anmerkung 
zurueck - solange 99% der Leute im Projekt das Problem, das Du loesen 
moechtest, noch gar nicht selber hatten, werden sie vermutlich mit einem 
gewissen Unverstaendnis reagieren. Vielleicht ist das in 2-3 Jahren anders.

Ich sehe auch noch eine gewisse Schwaeche bei der Frage, wie man Ways 
aufsplittet und verbindet - da muessen ja dann alle Teil-Ways immer 
mitgesplittet werden, aber wo? Die Bearbeitung von Kreuzungen stelle ich 
mir sehr schwierig vor, aber vielleicht ist das nur eine Frage des 
Benutzerinterfaces.

Ausserdem muss man natuerlich immer damit rechnen, dass es Software und 
Benutzer gibt, die das ganze nicht verstehen. Wir haben in OSM keine 
Software-Zertifizierungsstelle, die entscheidet, welche Software auf 
unsere Daten losgelassen werden darf und welche nicht (und mit Benutzern 
ist es ebenso). Leute werden den Datenway aufsplitten und die Spur-Ways 
unveraendert lassen, oder umgekehrt; Leute werden einen Name-Tag an 
einen Spur-Way anfuegen, sie werden Kreuzungen zwischen Objekten 
einbauen, die sich nicht kreuzen sollten, undsoweiter. Es ist extrem 
unwahrscheinlich, dass die API so geaendert wuerde, dass sie solche 
logisch "ungueltigen" Edits zurueckweist.

Ich frage mich, ob unter solchen Bedingungen nicht manchmal mehr 
Redundanz besser ist; dann hat man wenigstens eine Chance, rauszufinden, 
wenn irgendwas nicht passt.

Bye
Frederik

-- 
Frederik Ramm  ##  eMail frederik at remote.org  ##  N49°00'09" E008°23'33"




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