[Talk-de] Ziel von OSM

Peter Wendorff wendorff at uni-paderborn.de
Mo Mär 28 11:31:39 UTC 2011


Am 28.03.2011 12:33, schrieb Markus:
> Hallo Henning,
>
>> Die Community versucht auch Endprodukte zu realisieren.
>
> :-) /wir/ sind die Community.
> Wir sollten unsere Endprodukte zunhemend als Teil von OSM sehen.
>
>> Wenn das Ziel von OSM freie Karten wäre
>
> Das Ziel von OSM /ist/ es,
> eine *freie Weltkarte* zu erstellen.
>
>> dass man für jeden Furz eine Karte bereitstellen müsste
>
> Nicht für jeden Furz, sondern klar priorisiert entsprechend den 
> Wünschen der Benutzer.
> Wir müssen die Benutzer fragen, was ihnen wichtig ist,
> und wo sie bei dem was wir bisher machen noch scheitern.
>
>> und zusätzlich noch unzählige Kartenstile.
>
> Nein, eine solche "Personifizierbarkeit von Stilen" scheint mir nicht 
> hilfreich - im Gegenteil: dadurch würde unser Projekt verwässert.
> Es hilft niemandem, wenn die Autobahnen mal grün, blau oder rot sind.
> Da geht es um Kontrast, und um visuelle Information.
Tolle Einschränkung.
Visuelle Informationen krieg ich auch bei Google, Kontraste sind da auch 
toll - spätestens, wenn ich das Satellitenbild ausschalte.
Das Satellitenbild verwässert zudem die Fähigkeit der Nutzer, Karten zu 
lesen, weil man vom Foto besser Dinge wiederzuerkennen meint.

Die Stärke von OSM ist doch eben das, was darüber hinausgeht.
Routenplaner sind eben nicht in erster Linie visuell.
Wir können Informationen für Blinde, für Telefonhotlines und für 
Datenbankanalysen bieten - den Programmierer oder sogar User will ich 
sehen, der dazu die Kartenbilder von Google auseinanderpflückt und 'ne 
Bilderkennung einsetzt.
> Dieses gilt es zu optimieren.
>
> Der Kartenstil ist unser Identitätsmerkmal.
> (wie die gelbe Farbe bei Dampfstrahlern, oder die grüne bei 
> Bohrmaschinen, oder "wer hat sie erfunden" bei Kräuterbonbons)
richtig - so, wie in Deutschland klassischerweise Autobahnen rot 
dargestellt werden, in England aber blau - schon haben wir den Salat.
> Wenn Du aber *Views* meinst, also Sichten auf die Welt:
> diese sollten wir möglichst vielfältig ermöglichen,
> frei umschaltbar je nach Nutzungssituation.
Wo ist jetzt die Grenze zwischen "Sicht" und "Karte"?

Eine Karte ist eine Sicht - wenn auch eine komplexe.
Eine Karte ist aber schon nicht mehr eine Sammlung von 
übereinandergelegten Sichten - dann würden sich nämlich Beschriftungen 
und Signaturen überschneiden, überdecken und das Gesamtergebnis 
unbrauchbar machen.
Zum Kartenstil gehört eben nicht nur die Farbe, sondern auch 
Strichstärke und vieles mehr.
>> Evtl. kann man das irgendwann mal zu einem Ziel erklären.
> Je früher das geschieht, desto schneller könen wir gemeinsam aufbrechen,
> und dabei Synergien schaffen.
Klar können wir. Aber Synergien sind gemeinsame positive Effekte, die 
entstehen, wenn verschiedene Leute ähnliche, aber nicht zwingend 
gleiche, Dinge tun.
Dazu gehört nicht, dass wir serverseitig Spezialfälle berechnen, die 
niemand ernsthaft beantragt hat.

Begonnen hat diese Diskussion hier doch mit den Landmasse-Relationen.
Wer benutzt die denn eigentlich tatsächlich?
Ich habe ein bisschen die Befürchtung, dass wir im leeren theoretischen 
Raum diskutieren.

Wenn es ein einziges Projekt gibt, das diese Relationen braucht - dann 
sollen sie die da berechnen.
Wenn es mehrere gibt, die es brauchen, sollen sie sich melden - dann 
kann man es berechnen.

Wer beschwert sich, wenn man die Landmasse-Relationen löscht? Oder wer 
baut sie wieder ein?

Gruß
Peter




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