[Talk-de] n paar Fragen
Wolfgang
wolfgang at ivkasogis.de
Mi Mär 30 16:29:06 UTC 2011
Hallo,
Am Mittwoch 30 März 2011 16:55:43 schrieb M∡rtin Koppenhoefer:
> > Die Gebäude sind teilweise Multipolygone, so dass du hier auch ein
> > Beispiel für eine Eltern-Kind-Relation siehst.
>
> Bringen die site-relationen da Vorteile gegenüber schlichten
> Multipolygonen?
Die Multipolygone betreffen (im konkreten Fall) Gebäude, die in der Mitte
einen Innenhof haben.
Die sites haben z.B. den Vorteil, dass das Gelände wie auch die gemeinsam
genutzten Gebäude (Turnhallen, Verwaltung, Pausenhalle ...) in beiden sites
unabhängig voneinander eingetragen werden können. Eine Auswertung muss nur der
jeweiligen site folgen, um richtig zuordnen zu können.
Ich sehe die site eine Art organisatorischer Sammlung, in der verschiedene
Objekte unabhängig von ihrer Lage sich zugeordnet werden. Sie hat keinen
Einfluss auf die geometrische Form der Abbildung.
Die Aufgaben des Mulipolygons sehe ich eher darin, verschachtelte Objekte
voneinander zu trennen, mit direktem Einfluss auf die Abbildung. Die
Möglichkeit, mehrere Polygone als "outer" anzugeben, ist ein großer Vorteil,
wenn es darum geht, gleichartige Objekte einander zuzuordnen und zusätzlich
von anderen "inner" abzugrenzen. Diese Vorteile spielt das Multipolygon aus,
wenn es darum geht, z.B. ein Waldgebiet korrekt zuzuordnen, mit Lichtungen und
verschiedenen Waldteilen, ohne die einzelnen Multipolygone anschließend in
eine site packen zu müssen. Ähnliches dürfte für Wohngebiete und verstreute
Ortslagen gelten. Hier muss man aber sehen, dass die Zurordnung der einzelnen
Bestandteile über den "outer" läuft, während das "inner"-Polygon davon andere
Objekte abtrennt.
Im konkreten Fall hätte ich das Problem, mit dem Grundstück bereits ein alles
umschließendes "outer"-Polygon zu haben, das zweimal angegeben geben muss, da
es beiden Schulen zugehört. Die darauf befindlichen Gebäude zusätzlich als
"outer" zu taggen, würde einem Renderer zwangsläufig Kopfschmerzen bereiten,
währe aber organisatorisch richtig. Würde man sie geometrisch konsequent als
"inner" taggen, währe das jetzt organisatorisch nicht mehr korrekt. Außerdem
würden einige Gebäude in beiden, sich ohnehin überlappenden Polygonen als
"outer/inner"- Objekte auftauchen, andere nur in einem. Hinzu kämen die Nodes,
die ja schon vom Namen her nicht in ein Polygon passen.
Man sollte immer versuchen, das Werkzeug zu benutzen, dass für die vorgegebene
Aufgabe am nützlichsten ist, und nicht ein Werkzeug so weit aufbohren, dass es
zwar für alles verwendbar ist, aber nur mit Klimmzügen und Tricks (und sich
dann über das Rendering wundern).
Wir haben heute ja auch Bagger, um eine Autobahn zu bauen und benutzen
trotzdem noch den Spaten, um Tulpen zu pflanzen. Im Prinzip ginge es auch
anders, aber das wäre dann jeweils ein Fall für "Wetten dass".
:-)
Gruß, Wolfgang
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