[Talk-de] 3D Features von Gebäuden, welches Schema?

Lars Schimmer l.schimmer at cgv.tugraz.at
Sa Sep 8 18:48:28 UTC 2012


On 08.09.2012 12:34, Martin Koppenhoefer wrote:
> Am 7. September 2012 20:38 schrieb Lars Schimmer <l.schimmer at cgv.tugraz.at>:
>> Ich denke, es werden die Geschosse ab Erdgeschoss gezählt, alles
>> darunter ist "erstmal egal".
> 
> 
> wie definierst Du das Erdgeschoss? Bei Gebäuden mit Eingängen von
> aussen zu unterschiedlichen Geschossen innen ist das nicht immer klar.

Erstmal das, was direkt auf Höhe Null zur Umgebung ist ;-) Bei mehreren
Ebenen (Hang, Loch,..) kann man den Eingang dazu nehmen, reicht das
nicht, wirds lustig knifflich. Bevor man würfelt, sollt es der größere
Teil des Gebäudes sein, der es vorgibt.
Es ist ja auch in der Realität nicht immer definiert, was EG ist, da
kann das die OSM halt auch ned mit festen Regeln überall gleich
abbilden. Leider.

>> Und die Geschosshöhe ist doch bei der Anzahl auch egal,mit einer fest
>> definierten Geschosshöhe kann man ja nur verlieren (altbau mit 3
>> geschossen höher als Neubau mit 5 - und solche Geschichten).
>> Da muß man halt die Geschosshöhe per Haus in einen Tag definieren.
> 
> 
> -1, man "braucht" (=sollte möglich sein) die Geschosshöhe pro Geschoss
> oder sogar Geschoss-teil, je nach Situation. Näherungsweise ist es
> natürlich auch schonmal hilfreich, eine grobe
> Durchschnittsgeschosshöhe per Haus zu haben

Ok, recht du hast. Aber die meisten mir bekannten Gebäude haben
tatsächlich festdefinierte Geschosshöhen (bis auf den Keller und Lobby
ggf.).
Und wieder eine Ausnahme: Kunsthaus Graz, aber dafür findet man eh keine
Regeln^^^ http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kunsthaus_Graz-008.JPG
Architekten sind manchmal schon einfallsreich.

>> Die Höhe des "Untergrunds" ist ja per Geländemodell gegeben.
> 
> 
> "per Geländemodell" klingt gut, aber welches Geländemodell? Auf srtm
> beruhend? Ein DEM vom Vermessungsamt? In OSM ist dieses
> "Bezugsgeländemodell" ja nicht vorhanden, wie sollen unterschiedliche
> Mapper da wissen, wo der "Untergrund" liegt?

Das fehlt halt noch. Ich würd sagen:man nimmt das, was per se vor Ort
real da ist. Wie man das in die OSM, bzw. in die 3D Karten, bekommt, ist
noch zu definieren. Es gibt da mehrere Methoden, jede hat Vor/Nachteile,
jedoch wirds immer Spezialfälle geben, wo man die Genauigkeit +/- 10cm
braucht.
Die Mapper sehen das Gebäude UND die Umgebung ja real vor Ort (oder auf
Bildern/Videos), die sollten schon wissen, wo die Erdoberfläche direkt
am Haus ist.

>> Somit sollte das haus auf dem höheren Geländeteil stehen und 2 Geschosse
>> haben. Ein teil des Gebäudes könnte man so definieren, wie du schreibst,
>> aber da kommt es halt mit darauf an, welchen Bereich man als Refenz
>> nimmt, wo das Haus steht.
> 
> 
> ja, darauf kommt es in der Tat an. Ich würde eher dazu tendieren, im
> Zweifel das unterste Vollgeschoss als Erdgeschoss zu definieren, nicht
> das höhere. Mit Hilfe der Brandschutztechnischen Vorschriften kann man
> sich z.B. auch an den notwendigen Treppen orientieren: im EG sollten
> normalerweise (mind.) zwei (notwendige) Treppen anfangen: eine
> Richtung Keller und eine nach oben zu den Obergeschossen.

Dazu benötigt man Fachwissen, bzw. Wissen über das Innere. Aber auch
machbar.
Von aussen sichtbar ist jedenfalls der Eingang, die Fenster und das Gelände.

> Um festzulegen, was als Geschoss gilt, würde ich nur Vollgeschosse
> nach den jeweiligen (deutschen) Landesbauordnungen berücksichtigen.
> Übrige Geschosse könnte man in zusätzlichen tags unterbringen.
> Vollgeschosse sind u.a. dadurch definiert, dass sie mind. eine lichte
> Höhe über eine Mehrheit ihrer Fläche von z.B. 2,30m-2,50m haben
> (Details differieren leicht vom einen Bundesland zum anderen) und wo
> die Deckenunterkante mind. x über dem umgebenden Gelände liegt (x ist
> dabei 1,20 bis 1,60 je nach LBO). Was als umgebendes Gelände angesehen
> wird, ist dann auch wieder interpretationsfähig, da wird oft
> "getrickst" (Böschung, "Tiefhof", etc.), um möglichst viele
> Vollgeschosse herauszubekommen.

Das ist ja schön theoretisch, in der Praxis werden die meisten Mapper
das jedoch pi*daumen machen, da man es nicht nachrechnen kann.

> Ich weiss nicht genau, wie das in anderen Ländern geregelt ist, aber
> vermutlich in vielen Ländern ähnlich. Man sollte sich möglichst auf
> eine Berechnungsart festlegen, und die Details dazu ins Wiki
> schreiben.

Klar. Aber muß es so bürokratisch kompliziert sein? ;-)

> Bei Splitlevel-Gebäuden wird das bisher definierte Verfahren
> allerdings versagen, die müssen zwangsläufig aus parts aufgebaut
> werden um zu verhindern, dass sie doppelt so hoch geschätzt werden,
> als sie sind.

Das ist ja schon vorgesehen in der Definition, GebäudeTeile.

> Gruß Martin

MfG,
Lars Schimmer
-- 
-------------------------------------------------------------
TU Graz, Institut für ComputerGraphik & WissensVisualisierung
Tel: +43 316 873-5405       E-Mail: l.schimmer at cgv.tugraz.at
Fax: +43 316 873-5402       PGP-Key-ID: 0x4A9B1723




Mehr Informationen über die Mailingliste Talk-de