[Talk-de] Open Data für Geobasisdaten in Baden-Württemberg

Martin Trautmann traut at gmx.de
Mo Apr 8 22:23:53 UTC 2013


On 13-04-08 20:55, Joachim Kast wrote:

> Das schon, aber bevor wir solche Daten verwenden, gibt es doch noch
> einiges zu Prüfen:
> 
> - Lizenzbedingungen auf Verwendungsfähigkeit für OSM
> - Datenherkunft (keine Google Geocoding API)

ok, da ist meine Vorstellung von "Open Data" wohl zu naiv, während man
erst mal definieren muss, was open data überhaupt bedeutet. Mir schien,
das ginge in Richtung Public Domain - da ist mir Lizenz und Herkunft egal.

> - Datenformat (manchmal gibt es Exotisches)

... würde ich noch ergänzen mit dem Aspekt der Tauglichkeit.
Beispielsweise reicht unter Umständen nicht einfach die Angabe eines
Straßennamens in einer Gemeinde aus, wenn dieser Straßenname noch immer
mehrfach in einer Gemeinde genutzt wird. In BaWü darf das eigentlich
nicht mehr der Fall sein, aber es gibt noch viele Altlasten.

> - Plausibilität
> - Vollständigkeit (siehe diese Diskussion)

Haben wir auf die Qualität der Daten einen wie auch immer gearteten
Anspruch? Denn eine Behörde kann sich gerne auf den bequemen Standpunkt
zurück ziehen, dass ja irgend was geliefert wurde - Richtigkeit,
Vollständigkeit, Aktualität sind womöglich zweitrangig für die Behörde.

> - Datenaktualität
> - Lagegenauigkeit
> - zukünftige Datenpflege
> - Community-Regeln für Importe
> - ...
> 
> Offene amtliche Daten sind für viele Behörden noch Neuland und
> dementsprechend viele Fehler werden gemacht bzw. es kommt zu
> Missverständnissen.

Manches klingt nach Ausflüchten. "untere Vermessungsbehörden" lassen
sich leicht vorschieben, wenn es um so unterschiedliche Quellen wie
Freiburg, Heilbronn oder viele ganz kleine Gemeinden geht - und wo die
Daten von 2011 erheblich besser waren.

> Freie Hauskoordinaten und sonstige Rohdaten sind natürlich auch ein Ziel
> meiner Arbeit, aber hier bedarf es noch viel Überzeugungsarbeit.

In dem Fall mag die schlechte Zulieferqualität als Argument taugen, ob
man nicht besser in der Behörde andere Quellen abschöpft.

> Für
> Hamburg sind die Hauskoordinaten prizipiell schon jetzt verfügbar, aber
> man muss momentan noch ein geringfügiges "Bereitstellungsentgelt"
> (Vermutlich 100-200 €) zahlen. Ab 2014 sind sie dann kostenlos erhältlich.

Stadtstaaten tun sich da naturgemäß leichter. Hingegen führt die
Zersplitterung der Aufgaben und Teilprivatisierung wohl dazu, dass sich
die widersprüchlichen Fortsetzungen immer weiter auseinander dividieren:
Liegenschaftskataster, Einwohnermeldedaten, Abfallwirtschaft,
Straßenbau, jeder führt neue Schreibvarianten ein, wo open data das
ganze wieder zusammenführen kann.

Schönen Gruß
Martin




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