[Talk-de] St.-ZickeZacke-Str.

Peter Wendorff wendorff at uni-paderborn.de
Di Feb 4 08:05:46 UTC 2014


Hi,
ich glaube, niemand will verbieten, die Kurzform in name zu erfassen,
die Frage ist aber doch, was ist das Ziel?

Eine St.-Hedwig-Kirche ist besser als eine namenlose Kirche, aber eine
"Sankt-Hedwig-Kirche" wäre eben noch besser - Gründe sind bereits
mehrfach genannt in diesem Thread.

Wenn jetzt jemand die St.-Hedwig-Kirche einträgt, kann das jemand
anderes verbessern, wenn er mehr weiß.
Wenn aber jemand die St.-Hedwig-Kirche einträgt, obwohl er den langen
Namen weiß, dann ist das schade.
Deshalb ist es eben sinnvoll, das auch als Regel aufzustellen: Nach
Möglichkeit bitte die ausgeschriebene Fassung des Namens in name eintragen.

Ich trage auch einen möglicherweise falschgeschriebenen Namen ein, wenn
mir jemand aus dem Kopf sagt, wo ein bestimmtes Geschäft ist, aber den
Namen nur im Wortklang kennt; wenn ich einen Verdacht habe, eben mit
fixme (sonst aber auch ohne). Genauso würde ich ein St.-Sowieso
eintragen, wenn ich die Langfassung eben nicht aus eigenem Wissen daraus
erzeugen kann.

Gruß
Peter

Am 04.02.2014 00:24, schrieb Falk Zscheile:
> Am 3. Februar 2014 21:19 schrieb Florian Schäfer <florian-schaefer at gmx.net>:
>> Am 03.02.2014 17:38, schrieb Martin Koppenhoefer:
>>
>>> Allein schon daher bin
>>> ich für die ausgeschriebene Schreibweise im tag "name" (wg.
>>> internationaler
>>> Konsistenz/gleichem Vorgehen, s.o.), es gibt aber noch mehr Beispiele.
>>
>> +1
>>
>> Ein weiteres Beispiel wäre da die St.-Exupéry-Straße, der ich neulich auch
>> begegnet bin.
>> Da ist es durch die Bekanntheit des Namensgebers noch relativ einfach, aber
>> wie wäre es mit der St.-Denis-Straße, St.-Martin-Straße oder
>> St.-Paul-Straße? Die gibt es teilweise entweder als Sankt-Straße oder als
>> Saint-Straße (insbesondere im französischen Grenzbereich).
>>
>> Ich finde auch, dass der eindeutige (= ausgeschriebene) Name ins name-Tag
>> gehört, alles andere in short_name u.Ä.
>>
> 
> Hier ist doch gerade das Problem: Ein Mapper, der vor dem
> Straßenschild steht und "St.-Denis-Straße" liest kann nicht sagen, ob
> St. ein "Saint" oder ein "Sankt" ist. Deswegen kann er nur
> "St.-Denis-Straße" eintragen. Ein anderer, der sich daran stört kann
> das dann klarstellen, indem er long_name richtig ausfüllt.
> 
> Dieses vorgehen hat drei Vorteile:
> 1. Der Erfasser vor Ort (on the ground) muss sich keine weiteren
> Gedanken um die Bedeutung der Abkürzung (hier St.) machen, er kann
> dies anderen überlassen. Es ist für ihn also einfach, Daten auch in
> Regionen zu erfassen, die er nicht so gut kennt.
> 2. Die Differenzierung zwischen verschiedenen Namensvarianten in der
> Erfassung im Datenschema erleichtert die Arbeitsteilung: Einer kann
> sich um die Erfassung vor Ort kümmern, ein anderer Straßenlisten
> auswerten. Dass sich beide nicht in die Quere kommen "Da stand aber
> St." "Schon, aber St. heißt immer Sankt und soll ausgeschrieben
> werden.", dafür sorgt die Erfassung in unterschiedlichen Tags: name,
> long_name und ggf. auch short_name.
> 3. Der Datenauswerter hat die Wahl, welche der beiden Infos er für
> sich und seine Anwendung am Besten geeignet hält.
> 
> Falk
> 
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