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Falk Zscheile falk.zscheile at gmail.com
Mi Feb 5 10:10:02 UTC 2014


Am 5. Februar 2014 09:24 schrieb Martin Vonwald <imagic.osm at gmail.com>:
> Alleine schon die minimale Verwendung von long_name sollte als Indiz dafür
> reichen, dass dieses Tags so gut wie nie gebraucht wird.

Ist es nicht:
1. hat sich long_name als Lösungsvorschlag für den Streit für
abgekürzte Namen erst allmählich herausgebildet und ist allein schon
deshalb noch nicht so verbreitet.
2. hat long_name nur dort einen Anwendungsfall, wo überhaupt
Abkürzungen im Namen auftauchen. Dort wo der Name von Anfang an (on
the ground) ausgeschrieben ist (oder man der Meinung ist name
entspricht long_name) besteht für long_name (natürlich) kein
Bedürfnis.

Im übrigen wäre das Verhältnis von long_name=value zu name=value, für
alle Punkte und Wege in denen name=value eine Abkürzung enthält, viel
aussagekräftiger.

> Ich wollte jetzt
> ein Beispiel nennen, wo long_name sinnvoll ist, mir ist aber auf die
> Schnelle einfach nichts eingefallen - was aber nicht bedeutet, dass ich
> bestreite, dass es in bestimmten Fällen doch sinnvoll sein kann.
>
Aus Deiner Sicht ist es verständlich und nachvollziehbar, dass dir
kein Beispiel einfällt. Aus Sicht von jemanden der "on the ground"
mappt gibt es die schon. Darum dreht sich ja der Thread mittlerweile.

> Im konkreten Fall - Straßennamen - ist es für mich eindeutig, dass in name
> der Name voll ausgeschrieben sein soll und - falls notwendig - in
> short_name die gebräuchlichste Kurzschreibweise. Der Hauptgrund dafür wurde
> schon mehrfach genannt: abkürzen der ausgeschriebenen Variante ist einfach,
> ausschreiben der abgekürzten Variante ist raten. Ein Straßenschild kann
> soviel "on-the-ground" sein wie es will, es zeigt immer nur eine
> Schreibweise des Namens und nicht den Name selbst.
>
Du handelst in der guten philosophischen Tradition des deutschen
Idealismus. ;-) Für mich sind Straßenschilder hingegen erst einmal
Realität (name=value). daneben gibt es noch die Realität der
Straßenlisten (official_name=value), die Realität der ausgeschriebenen
Namen (long_name=value) und meinetwegen auch die Realität der
richtigen Schreibweise (long_name=value). Ziel ist es meiner Meinung
nach nicht, ein Idealbild der Wirklichkeit zu mappen, sondern die
Wirklichkeit mit ihren verschiedenen Facetten einzufangen. Dazu reicht
es nun einmal nicht ein Tag name=value. Vielleicht will ja jemand mal
eine Arbeit über "Die Schreibweise von Straßennamen in der
Bundesrepublik Deutschland" verfassen. Das kann er nicht, wenn es nur
name=value gibt. Wir wissen nicht, was man mit unseren Daten machen
wird. Sie deshalb auf eine richtige Schreibweise zu verkürzen, will
ich deshalb nicht. Wichtig ist mir, die verschiedenen Möglichkeiten
möglichst eindeutig zu taggen und Verständnisüberschneidungen
möglichst zu vermeiden.

Gruß Falk




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