[Talk-de] Talk-de Nachrichtensammlung, Band 108, Eintrag 8

goegeo goegeo at gmx.de
Do Jul 9 06:59:15 UTC 2015


Hallo,

ich bin ein strenger Verfechter gegen das Verknüpfen von Straßen und 
Geodaten der Landnutzung.

Folge dabei vor allem den unten genannten Argumenten

- Argument #1: "Kartographisch schöner, man lässt keine Lücke" (Meine 
Antwort: dem Argument stimme ich zu, halte es aber für irrelevant. 
Außerdem rendert beispielsweise der deutsche Renderer ohnehin nicht alle 
Landnutzungsflächen im Agrarbereich (Wieden (Grünland)=ja, 
Ackerland=ein) Dort sind dann auch Lücken vorhanden
- Argument #2: bessere GIS-Modellierung (wurde mir in einer PN 
geschrieben) (Antwort: Kenne ich mich (sogar als Diplom-Geograph) zu 
wenig mit aus. Welcher Bereich der Modellierung ist denn gemeint 
(Verkehrsplanung, Raumplanung, ...)
- Argument #3: Wegen überlappender Landnutzungsflächen ist eine 
Flächenberechnung aus OSM-Daten (z.B. wie viel Fläche in Deutschland 
bewaldet ist) nicht (leicht) möglich. (Antwort: Lässt sich bei 
konkurrierenden Web-basierten GIS-Diensten auch nicht machen.)

- Argument #4: Die Wiese geht nicht bis zur Straßenmitte. (Antwort: +1)
- Argument #5: Gauckelt größere Flächen vor (Antwort: +1)
- Argument #6: an Straßenmitten geklebte Flächen sind schwer zu 
editieren (Antwort: +1)

Aus diesem Grund mappe ich meine Landnutzungen getrennt von allen als 
Linien erfassten Geodaten (es sind nicht nur Straßen sondern auch 
Wasserwege etc.). Besser wäre, Straßen ebenfalls als eigenständige 
Verkehrsflächen zu erfassen. Schließlich gibt es bereits Tags für 
Bahn-Verkehrswege und Wasserwege. Straßen sind auch nichts anderes als 
Flächen, die (größtenteils in öffentlichem Eigentum) als allgemeine 
Verkehrsfläche "genutzt" werden. Als Flächen erfasste Verkehrswege 
grenzen natürlich an andere Landnutzungsflächen und teilen sich in 
diesem Fall die Nodes.

Beste Grüße




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