[Talk-de] Eingemeidungen

Dominik Spies kontakt at dspies.de
Di Nov 4 20:08:50 UTC 2008


2008/11/4 Bernd Wurst <bernd at bwurst.org>:
> Hallo.
>
> Am Dienstag, 4. November 2008 schrieb Martin Koppenhoefer:
>> town nur fuer Staedte. Das haengt aber weniger von
>> den Einwohnern ab, als vielmehr von der Struktur. Staedte haben neben
>> anderem unbedingt eine eigene Verwaltungs- und Versorgungsstruktur
>> sowie eine sozial stark differenzierte Einwohnerschaft (im Gegensatz
>> z.B. zu Lagern).
>
> Ich bin jetzt zu faul nach den rechtlichen Rahmenbedingungen zu suchen, es ist
> mit Sicherheit auch regional (nach Staat oder auch Bundesland) unterschiedlich
> definiert, aber ich bin mir relativ sicher, dass hier in Ba-Wü die Grenze bei
> 10.000 EW liegt.
> Das ist, wie so oft, keine schwarz/weiß-Grenze, es gibt historisch bedingte
> Ausnahmen, aber ich kenne spontan kein Gegenbeispiel hier in der Region. Alle
> kleineren Orte sind verwaltungstechnisch eine "Gemeinde", größere dürfen sich
> "Stadt" nennen.

Ein kleiner Ort ist eben keine "Gemeinde". Eine Gemeinde ist eine
Gebietskörperschaft, die i.d.R. weit über das als Ort wahrgenomme
Gebiet hinausgeht. Grundsätzlich ist jedes Gebiet der BRD einer
Gemeinde zugeordnet. Es gibt zwar femeindefreie Gebiete, z.B. große
Waldgebiete.

Alles was als Dorf, Ortschaft, Weiler usw wahrgenommen wird ist nichts
weiter als eine Siedlung - auf dem Gebiet einer Gemeinde. Oft, ich
würde sagen fast immer, gibt es eine große Siedlung die namensgebend
für die Gemeinde ist.
Auch ein Markt, Bad, Stadt, große Kreisstadt, kreisfreie Stadt ist
eine Gemeinde.

Wir können uns also komplett von der Verwaltungsklassifizierung lösen
und mappen was da ist, nach Erscheinungsbild, eben hamlet, village,
town (evtl verfeinert).
Dazu evtl. eine Zugehörigkeit zur entsprechenden Gemeinde, welche man
als Polygon darstellen sollte.

Gruß

Dominik




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