[Talk-de] Fahrradroute über einen Platz

Tim 'avatar' Bartel openstreetmap at computerkultur.org
So Okt 19 10:59:46 UTC 2008


Hi,

Am 19. Oktober 2008 11:14 schrieb Bernd Wurst <bernd at bwurst.org>:
> Am Sonntag, 19. Oktober 2008 schrieb Tim 'avatar' Bartel:
[Renderer vs. Router / Logik]
>
> Wieso sprichst du dem Renderer die Intelligenz ab, die ein Router deiner
> Meinung nach haben soll?
>
> Entweder ein geeigneter Weg lässt sich algorithmisch finden oder nicht. Ich
> finde es ist möglich, also muss man keine Fake-Lösungen einbauen. Wenn der
> Renderer den Weg malt, den ein Router annehmen würde (ggf. mit geglätteten
> Kurven), dann sähe das doch gar nicht schlecht aus, oder?

Ja, dem stimme ich zu - ich habe aber ein anderes Verständnis von den
Aufgaben eines Renderes und denen eines Routers. Das ist in meinem
Hirn verankert und ich kann schwer beschreiben, warum ich das so sehe.
Ich versuche es einmal:

Bei einem Router erwarte ich eine umfangreiche Logik ("Intelligenz").
Hauptaufgabe eines Routers ist es gerade, eine Route zu "errechnen".
Diese Logik/Intelligenz ist Hauptbestandteil der Routingsoftware.

Ein Renderer hingegen ist in der Regel dumm - er enthält keine
umfangreiche Logik/Intelligenz, sondern feste Regeln, nach denen er
"dumm" eine Karte erzeugt ("erst Areas zeichnen, dadrüber Ways
zeichnen"). Bei einem entsprechend hochentwickelten Renderer würde ich
noch Spezialregeln erwarten, wie z.B. "liegt Way a zu nah an Way b,
dann ziehe beide bei der Erstellung des Bildes etwas auseinander,
damit die Straßen sich nicht gegenseitig verdecken").

Eine komplette Routing-Logik kann aber IMHO nicht Aufgabe eines
Renders sein. Ansonsten müsste das Routing vor dem Rendern für jede
(!) Relation durchlaufen werden - und das, wo ein Renderer ggf. nur
ein bestimmtes Tile rendert und nicht die anderen dreiundzwölfzig
Teile der jeweiligen Relationen.

Tschüss, Tim.

-- 
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