[Talk-de] Programmiersprachenvorliebendiskussion

dgdg osm at fronhausen.com
Do Jan 8 20:10:54 UTC 2009


> > 1. Wysiwyg
> >
> > Potlatch enthält gleichzeitig einen Renderer. Man sieht also beim
Editieren
> > sehr anschaulich, wie das Ergebnis gerendert aussehen könnte. Aktivierte
> > Tracks oder Nodes werden sehr deutlich angezeigt.
> >
> Das hat JOSM schon ewig und imo wesentlich besser als Potlach, vllt. mal
> die Drahtdarstellung deaktivieren?

Ich meinte gar nicht die Drahteinstellung von JOSM sondern die ganz normale
Anzeige - mit den vielen unübersichtlichen Pfeilen. Das ist für mich schon
eine Drahtdarstellung und hat mit Wysiwyg wenig zu tun. Wozu die Pfeile? Die
interessieren mich doch nur, wenn ich einen Track bearbeite. Das ist in
Potlatch mit der Richtungsanzeige für den jeweils aktiven Track genial
gelöst. Und das Ändern der Richtung auf Knopfdruck auch. Das begeistert mich
jedesmal wieder.

Warum die Standarddarstellung in JOSM besser sein soll als in Potlatch
erschließt sich mir nicht. Ist doch ziemlich unübersichtlich, viel zu viel
Information. Warum muss man bei jedem Track sämtliche Nodes und die Richtung
jedes einzelnen Tracksegmentes anzeigen? Zumal man die Nodes wegen der
vielen Pfeile kaum sieht. Die Mini-Nodes mit der Maus zu treffen ist
schonmal ganz schwierig. In Potlatch sind die Track und Nodes breit
gerendert und mit der Maus leicht zu treffen.

> > Potlatch kennt keine unterschiedlichen Bearbeitungsmodi, die man
explizit
> > umschalten muss. Das Wechseln der Modi geht ganz implizit, in dem man
einen
> > Track oder einen Node anklickt. Die Reihenfolge: erst Track aktivieren,
dann
> > Node aktivieren folgt dabei einer Logik, wie ich sie schon seit 15
Jahren
> > unter Windows von diversen Vektorgrafikprogrammen kenne.
> >
> Hm, so wie ich diese Programme kenne haben die durchaus viele
> verschiedene Modi.

Man braucht immer unterschiedliche Modi. Die Frage ist, wie man die
aktiviert. Und bei den Programmen, mit denen ich gearbeitet habe geht das
ganz automatisch. Ich meine keine Profi-CAD-Programme - die sind alle
genauso kompliziert wie JOSM - sondern Zeichenprogramme. Sowie
beispielsweise Illustrator oder der gute alte Micrografx Designer.

JOSM ist da schon sehr eigen: Vier Modi, die man jeweils immer explizit
einstellen muss. Wozu brauch man einen Modus "Knoten löschen"? Warum kann
ich nicht einfach einen markieren und "Entfernen" drücken? Wazu braucht man
einen Modus "Knoten setzen"? Warum kann ich nicht einfach irgendwo
hinklicken, und da entsteht ein neuer Knoten? Wozu ein extra Zoom-Modus? Wer
jetzt sagt, das geht nicht anders, der hat noch nicht mit Potlatch
gearbeitet.

Man beachte auch die Feinheiten in der Bedienung von Potlatch: Irgendwo
hinklicken: neuer Track-Punkt, Doppelklick: neuer Node, Klick & Drag: Karte
verschieben. Eine Taste, drei Funktionen. Und alle irgendwie so eingängig,
dass man das nach der ersten Benutzung kapiert hat.

Wie gesagt, ich erwarte nicht den Umbau von JOSM in diese Richtung. Das wäre
dann eine komplett andere Bedienoberfläche und keine eingefleichter
JOSM-Benutzer käme mehr damit zurecht. ;-)

Detlef





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