[Talk-de] RFC: Ereignisgesteuerter Parameterverlauf // Re: Existenzkrise: Wofür Wege?
RalfGesellensetter
rgx at gmx.de
So Jan 18 15:21:35 UTC 2009
Hi,
deine Mail nehme ich zum Anlass, ein Konzept vorzustellen, das mir aus dem
MIDI-Bereich vertraut ist (Kontext: elektronische Musik; Sequenzer):
Kurz lässt sich der Ansatz vielleicht mit "ereignisgesteuerter
Parameterverlauf" beschreiben. Statt einen Track (z.B. die Streicherspur in
einem MIDI-File) in einzelne Parts mit unterschiedlichen Parametern zu
zerlegen, steuert sog. Controller-Events regeln in Echtzeit z.B. für jeden
Zeitpunkt den Wert für die Stärke des Vibrato-Effekts. Dieser wird aber nicht
mit jeder einzelnen Note (einem Waypoint entsprechend?) gespeichert, sondern
über unabhängige Events, die jeweils eine Änderung des Parameters steuern.
Auf Ebene des Editors (der Sequenzersoftware) ermöglicht dies eine komfortable
Steuerung der Parameter über Hüllkurven bzw. mit Hilfe von linealartigen
Schneidewerkzeugen.
Es wäre bei Parametern wie maxspeed oder width (später auch altitude) ehr
komfortabel, wenn eine Art Timeline entlang eines Weges in ähnlicher Weise
bearbeitet werden könnte, ohne den Weg zu segmentieren. Dazu bräuchte man auf
Ebene des Datenmodells Events, vielleicht in der Form von Wegpunkten mit den
Tags traffic_sign=maxspeed:70 oder allgemein control_event=altitude:244.
Zusätzlich braucht man die Information, in welche Richtung das Zeichen zu
lesen ist (wie geht das bei Ortsschildern eigentlich, dass klar ist, auf
welcher Seite die Ortschaft beginnt?). Ggf. braucht man dazu für jede Straße
zwei Tracks (in jede Richtung eine), die aber durchaus gemeinsame Punkte
(Waypoints) verwenden können.
Über geschickte Relationen (Timeline/Track) kombiniert mit geeigneten Control-
Markern wäre eine Übertragung der ereignisgesteuerten Parametersteuerung und
damit die Vereinfachung der Parameterbearbeitung vorstellbar.
Was meinen die anderen?
Am Samstag 17 Januar 2009 15:51:22 schrieb Gerrit Lammert:
> Einiges wird wohl demnächst eh geändert werden (name kommt in die
> Relation und nicht mehr an den Weg etc.), aber ich denke man könnte mal
> langsam darüber nachdenken ob man nicht mit den Altlasten aufräumt um
> die tatsächlich relevanten Teile einfacher gestalten zu können
Vielleicht der richtige Ansatz - aber das Wort "Relation" schreckt nach meiner
Erfahrung viele ab, die damit Normalformen in Datenbanken oder andere
vermeintlich komplexe Modelle verbinden. Mit dem Begriff "Gruppen" können
einige Relationen alltagssprachlich besser abgebildet werden - für andere
Fälle könnte das Wort "Zuordnung" aushelfen.
Gruß
Ralf
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