[Talk-de] weltweit einheitliche Regeln bei den kommerziellen (war: Weg mit den Map Features)

qbert biker qbert1 at gmx.de
Sa Jun 27 08:34:30 UTC 2009


-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Sat, 27 Jun 2009 00:49:14 +0200
> Von: Christoph Eckert <ce at christeck.de>
> An: Openstreetmap allgemeines in Deutsch <talk-de at openstreetmap.org>
> Betreff: Re: [Talk-de] weltweit einheitliche Regeln bei den kommerziellen	(war: Weg mit den Map Features)


> mit all den Problemen, die sie damit haben. 

Die wären? Jeder kann sich das erweiterte shape-format ansehen,
mit dem die AND-Daten importiert wurden. Simple Tabellen, die
die Strassen, Flächen und POIs genauer abbilden als OSM das
mit seinem ausgefransten Modell hinbekommt. Keine Fragmentierung
in winzige Fuzzelabschnitte, keine Vermischung von unabheangigen
Dingen. Dabei ist shape wirklich nicht das gelbe vom Ei, das ginge
viel besser. Aber OSM kopiert ja lieber GoogleMaps statt dass
man sich mal mit den Hintergruenden beschaeftigt. Ein 
weltweites Modell ist kein echtes Problem, wenn man die
wirklichen Gemeinsamkeiten heraussucht und nur die Unterschiede
unterschiedlich mappt. 

> Sie schaffen nämlich eine Art
> Imperialismus, indem sie die ganze Welt in eine Schablone zu pressen
> suchen. 

Kommen da 68iger Gefuehle auf? Wie waers mit OSM-Studentenrevolten
und SitIns vor den imperialistischen Konzernzentralen? SCNR

> Lokale Eigenheiten, die wir abbilden können, werden ignoriert.

Werd doch mal konkret - was geht mit den klassischen Modellen
nicht? Kennst du die internen Datenbanken der Hersteller und deren
Erfassungsmodelle oder wird wieder nur um die Hülle namens
GoogleMaps diskutiert?

> Was beim 
> Routing schon mal zu lustigen Ergebnissen führt, weil die
> Wegeklassifizierung 
> in den Staaten schonmal anders aussehen kann als anderswo.

Und bei OSM fuehrts nicht manchmal zu 'lustigen Ergebnissen'?
Ich kann mit OSM nach wie vor keine Visualisierung machen, mit
der ich dynamisch zwischen Zustand und verkehrlicher 
Bedeutung umschalten kann - mit anderen Datensätzen kann ichs.
Und erst dann sehe ich, was ich derzeit nicht sauber in OSM
eintragen kann, weil diese Klassifizierung das nicht
zulässt. Secondary ist secondary und ist eine Staatsstrasse 
und hat geteert mit Mittelstreifen zu sein. _Damit_ kann man
natürlich _keine_ lokalen Gegebenheiten abbilden.

Dabei ist die urprüngliche englische Liste hier erstaunlich 
pragmatisch. Auf 'verbindet groessere Orte' liegt die 
Betonung und 'Klasse X in GB' ist das Beispiel dazu. Verbindet
groessere Orte kann ich auf der ganzen Welt problemlos
anwenden, Staatsstrasse eben nur in D-Land. Was von Anfang
an gefehlt hat, ist eine davon unabhängige Klassifizierung
des Ausbaus in etwa:

Mehrstreifig Kreuzungsfrei (Autobahnaehnlich)
Breite Strasse mit gutem Belag, begradigt (Teer, etc.)
Mittelbreite Strasse mit Mittelstreifen und Belag
Schmale Strasse mit Gegenverkehrsmöglichkeit und Belag
Schmale Strasse ohne Gegenverkehrsmöglichkeit und Belag
Breite Piste (wie track mit entsprechendem grade)
Schmale Piste
Piste ohne Befestigung
Schmaler befestigter Weg (unter Fz-Breite)
Schmaler unbefestigter Weg
Trampelpfad

Ein guter Editor wuerde mir dann anbieten, dass ich die
Zuordnung von üblichen Verbidungsklassen zu den üblichen
Ausbauzuständen so zuordne, dass es zu 90% passt und
automatisch zugeordnet werden kann. Vorbereitete 
Länderschemen machen es noch einfacher. Die verbleibenden 
10%, bei denen der Mapper eingreifen muss, weils eben
nicht passt, machen den Datensatz dann viel genauer. Das 
sieht dann eben in Afrika anders aus als in Europa, ohne 
dass ich ein eigenes Modell für Afrika entwerfen muss.

So, und jetzt noch ein paar passende Zusatzattribute
wie Spuranzahl oder Klettersteigschwierigkeitsgrad oder
Staubpistenbreite dazu und fertig ist das internationale
Schema. 

Gruesse Hubert
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