[Talk-de] Weg mit den Map Features

Martin Simon grenzdebil at gmail.com
Sa Jun 27 09:13:42 UTC 2009


Am 26. Juni 2009 19:57 schrieb Robert S. <osm-mail at autobahnen-europa.eu>:

> Nein, ref= gibt nur die Nummer an, für sowas ist es nicht eindeutig genug.
> Es gibt z.B. in Deutschland 2 Straßen mit 'ref=A 1':
> Zum einen die Bundesautobahn A 1 und zum anderen die Kreisstraße Nr. 1 im
> Landkreis Augsburg.
> Ich finde die bestehende highway-Klassifizierung für die Administrative
> Zuordnung eigentlich ideal, auch weil sie international anwendbar ist.
> Wenn man ganz konsequent ist, müsste das dann allerdings so aussehen:
> highway=motorway -> Autobahnen -> In Deutschland: Bundesautobahnen (und/oder
> StVO-Autobahnen?)
> highway=trunk -> Schnellstraßen -> In Deutschland: nicht vergeben (existiert
> aber z.B. in Österreich)
> highway=primary -> Straßennetz 1. Ordnung -> In Deutschland: Bundesstraßen
> highway=secondary -> Straßennetz 2. Ordnung -> In Deutschland:
> Landes-/Staatsstraßen
> highway=tertiary -> Straßennetz 3. Ordnung -> In Deutschland: Kreisstraßen
> highway=unclassified -> restliches Straßennetz -> In
> Deutschland: Gemeindestraßen und ähnliches (passenderweise lautet der
> offizielle Name dafür auch "unklassifiziertes Straßennetz")
> Wie gesagt, das wär eine ganz konsequente Auslegung dessen.
> Verkehrbedeutung/Verbindungfunktion (wie heute highway=residential) sowie
> Ausbaustand (wie die heutige Verwendung von highway=trunk) sollten dann
> eigene Tags bekommen.
> Allgemein würde ich sagen, dass immer gelten sollte "Ein Tag - eine
> Eigenschaft!" - das würde auch so manche Diskussion hier überflüssig machen.

Das bekäme ein +1 von mir, wenn wir vernünftige Tags und Kriterien für
Verbindungsklassen hätten.
Das Tag highway=* wäre damit für jeden leicht zu verstehen,
nachzuvollziehen und zu prüfen. Der Ausbauzustand beruht sowieso nur
auf Fakten (lanes=, width=, surface=...) und der einzig verbleibende
Streitpunkt wäre dann die Verbindungsklasse, die sehr viel einfacher
unter den Mappern auszuhandeln sein dürfte als ein gefühltes Gemisch
aus allen Kriterien, das in highway= einfließt.
(und ref= ist tatsächlich keine verlässliche Information über die
Zuordnung, sondern nur ein String...)

Das dumme ist halt, daß die Renderer noch immer allein über das
highway-tag entscheiden, wie "wichtig" eine Straße ist und daß es
daher extrem schwierig sein dürfte, einen Großteil der Leute davon zu
überzeugen, ihre Zeit in ein geteiltes tagging zu stecken, das
momentan in _einigen_ Fällen "falsch aussehende" Ergebnisse liefern
würde.
Sieht man sich z.B. einige wichtige innerstädtische Straßen wie hier
den Konrad-Adenauer-Damm in Bonn
http://tools.geofabrik.de/osmi/?view=strassennrw&lon=7.04708&lat=50.71096&zoom=15
an, wird klar, daß Mapnik, Osmarender und Konsorten derzeit
unbrauchbare Ergebnisse liefern würden, da diese Straßen auf
unclassified oder residential zurückfallen würden. (ketzerisch: bei
der Gelegenheit sollten wir residential auch gleich abschaffen, da die
Zusatzinformation "Wohnbebauung" mittlerweile aus landuse-Polygonen
entnehmbar ist ;) )

Möglich wäre vielleicht, zunächst den Renderer einen default-Wert für
die Verbindungsklasse, abgeleitet vom jeweiligen highway= annehmen zu
lassen, wenn noch kein explizit getaggter existiert.

Wer kennt sich denn hier mit der Bewertung von Verbindungsklassen aus
und würde dazu ein Schema erarbeiten?

Gruß,

Martin




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