[Talk-de] weltweit einheitliche Regeln bei den kommerziellen

Dirk Stöcker openstreetmap at dstoecker.de
Sa Jun 27 15:32:40 UTC 2009


On Sat, 27 Jun 2009, Rainer Knaepper wrote:

>> Was von Anfang
>> an gefehlt hat, ist eine davon unabhängige Klassifizierung
>> des Ausbaus in etwa:
>
>> Mehrstreifig Kreuzungsfrei (Autobahnaehnlich)
>> Breite Strasse mit gutem Belag, begradigt (Teer, etc.)
>> Mittelbreite Strasse mit Mittelstreifen und Belag
>> Schmale Strasse mit Gegenverkehrsmöglichkeit und Belag
>> Schmale Strasse ohne Gegenverkehrsmöglichkeit und Belag
>> Breite Piste (wie track mit entsprechendem grade)
>> Schmale Piste
>> Piste ohne Befestigung
>> Schmaler befestigter Weg (unter Fz-Breite)
>> Schmaler unbefestigter Weg
>> Trampelpfad

Ich kann mich ja jetzt schon nicht zwischen den existierenden Typen 
entscheiden. Das obige lässt außerdem völlig aus acht, dass Straßen aller 
paar Meter den Typ wechseln können. Ich bin schon Straßen gefahren, die 
ohne Abzweig von zweispurig mit Asphalt zu einspurig, geschottert, sandig, 
Feldweg, Waldweg, Trampelpfad wechselten. Die Übergänge fließend. Manchmal 
ist man schon 100 Meter gefahren und stellt fest dass inzwischen der Typ 
doch anders ist - schleichender Wechsel eben.

Außerdem sind z.B. in Zeuthen nahezu alle Anwohnerstraßen nicht 
asphaltiert, in Sachsen wäre das unvorstellbar. Ein starres Schema passt 
also sowieso nicht. Das was ich in Sachsen als Feldweg klassifiziere ist 
in Brandenburg eine residential. Und was ich in Sachsen als "Track grade 
2, 3 oder 4" klassifiziere kann in der Tschechei eine unclassified sein.

Ich trage einfach vernünftige Werte ein, die sowohl von der Beschaffenheit 
im Feld, als auch von der Bedeutung abhängen. Das jeder Mapper das etwas 
anders beurteilt ist auch klar. Solange es aber nicht direkt falsch ist, 
kann man gut damit leben.

Die Welt lässt sich nicht in ein festes Schema pressen, egal wie es 
aussieht.

> klingt gut und würde z.B. die unseligen Diskussionen um "residential/
> unclassified/tertiary" innerhelb von Stadtgebieten oder auch
> "unclassified/track/path" bei Wirtschaftswegen beenden.

Nein. Es würde die Diskussionen nur ändern. Das Kernproblem, dass 
verschiedene Leute das unterschiedlich sehen würde bleiben.

> Hier in der Umgebung habe ich schon manchen "cycleway" und manchen
> "unclassified" umgewidmet, weil das eben Wirtschaftswege sind, die
> teils sogar nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für
> Anlieger oder sogar allgemein, z.B. bis 2.8t offen, aber eben nicht

Ist doch ok. Manchmal ist man langgefahren und hat sich nicht gemerkt was 
für ein Typ es war. Da können schon Fehler in der Datenbank passieren. 
Wenn Du es besser weisst, dann ist korrigieren ja ok.

Und unclassified wurde (wird?) von vielen als "kenne den Typ nicht" 
verwendet. Ich denke die deutsche JOSM-Übersetzung und die 
"road"-Einführung hat das etwas eingedämmert, aber ob jeder mitbekommen 
hat dass unclassified != unbekannt heißt glaube ich kaum.

Solange Du nicht anfängst in Gegenden, wo Du keine Ahnungs hast, alles an 
irgendwelche theoretisch Vorgaben anzupassen oder alle Straßen 
umzuändern ohne dass der neue Zustand besser ist als der alte (eben weil 
die Straße so eben zwischen zwei oder mehr Klassen liegt) wird sich 
niemand (der vernünftig ist) beschweren.

Ciao
-- 
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