[Talk-de] Abstraktionsebenen und Fahrerinformation

qbert biker qbert1 at gmx.de
Mi Mär 11 10:20:45 UTC 2009


-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Wed, 11 Mar 2009 10:48:52 +0100
> Von: Bernd Wurst <bernd at bwurst.org>
> An: talk-de at openstreetmap.org
> Betreff: Re: [Talk-de] Abstraktionsebenen und Fahrerinformation

> Die Realität im verkehrsrechtlichen Sinne sagt aber, dass dein
> angestrebter 
> Wechselzeitpunkt der Beginn der Abbiegespur ist, da kannst du jeden 
> Fahrlehrer fragen. 

Wir mappen doch nicht fuers Verkehrsrecht ;)

> Klar darfst du auch später noch wechseln, aber das
> kann 
> man ja ignorieren. 

Warum soll man es ignorieren, wenn man es ohne Mehraufwand
exakt abbilden kann?

> Oder du traust dem Fahrer noch etwas Kompetenz zu, dann wird er auch
> wechseln 
> wenn sein Auto gar nicht weiß dass man das noch darf.

In der ersten Ebene der Abstraktion gibts noch gar keinen
Fahrer, sondern ein Teerband, das fuer den Fussgaenger 
ebenso existent ist wie fuer den Autofahrer. Das ist der
bauliche Zustand, fuer Fussgaenger und Fahrradfahrer ein
Hinderniss, fuer den Autofahrer ein Verkehrsweg.

Wenn ich eine Strasse in erster Ordnung abbilde ist die
Kompetenz des Fahrers erstmal Nebensache. 
 
> Die Realität in der Kartendarstellung sagt, dass die Fahrbahn dort
> "breiter" 
> wird, das machen unsere Renderer momentan ganz schön.

Na ja, Autobahn ist breiter als Fussweg, aber ansonsten
ists mit der genauen Abbildung nicht weit her, was ja auch
durchaus richtig ist, es soll ja nicht alles in Details
absaufen. Dazu gibts dann die Moeglichkeit, das mit 
Spezialprogrammen zu machen (siehe unten).
 
> Und wo ist das Problem?
> Wer einen Bedarf an der zusätzlichen Information hat, kann immernoch die 
> beiden Fahrstreifen (die dann parallel verlaufen) mit einer 
> Spurwechsel-Relation zusammenfassen.

Nachtraegliches symbolisches Zusammenflicken von getrennten 
Links? Da gruselts mir...
 
> Vielleicht magst du kurz das Szenario beschreiben, in dem du die spätere 
> Wechselmöglichkeit in der Praxis brauchst.

Gut, zuerst ist die Abbildung genauer und kommt mit weniger
Eingangsinformationen aus. Der Parallellink blaeht die
Datenbasis auf, ohne Mehrwert zu bilden. Nebenbei macht das
auch noch Arbeit, die man sich sparen kann.

Die Szenarien, die mir spontan einfallen sind neben
genauerer Fahrerassistenz ein exakte bildliche Darstellung
aller Spuren und Spuruebergaenge. Die zweite ist die 
Verwendung der karte in Verkehrssimulationen. Konkret werden
z.B. die Induktionsschleifen in den Ein- Ausfahrten 
abhaengig von den Ausfahrtsknoten referenziert, nicht vom
Anfang der Einfaedelspur. Und last but not least kann es
nicht unbedingt schaden, etwas kompatibel zum Rest der
Welt zu sein, auch wenn der nur aus poesen, spiessigen
GISlern besteht, die alles besser wissen und nur die
Mapper versklaven wollen ;)
-- 
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