[Talk-de] Vandalismus-Arbeitsgruppe

northcape at gmx.de northcape at gmx.de
So Mär 22 11:57:44 UTC 2009


Hallo,

...mal sehen ob das mit der ersten Mail hier auf der talk Liste so klappt
oder ob sie irgendwo im Nirvana landet.

Die Frage Vandalismus u. Qualitätssicherung sind ja durchaus miteinander
verknüpft. Das hatte ich zu dem Thema mal im OSM Forum geschrieben:

http://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=2296

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Das sich jeder selbst backups mit JOSM macht und 'sein' Gebiet mit ITO osmmapper
( http://www.itoworld.com/ )auf Änderungen kontrolliert halte ich noch für das momentan
sinnvollste. Das sollte man jedem nahelegen. Auch auf Dauer wird das immer notwendig u.
sinnvoll sein. 4 Augen Prinzip. Allerdings kann das auch NICHT vor langwierigen permanenten
'Kampf' mit Vandalen schützen. Im Extremfall dauert sowas ewig.
(Vandalismus - Herstellung > vandalismus > Herstellung....)
Der Zeitaufwand für das wiederherstellen ist grundsätzlich größer als bei Wiki.
Da ein 'besseres' Konzept zu entwickeln das gleichzeitig nicht die Entwicklung von
OSM ausbremst / verlangsamt ist nicht einfach. Größere 'Löschorgien' sollten noch relativ
einfach zu verhindern sein. Evtl kann man das ganze auch an die Qualität knüpfen.
Sprich ein gut gemapptes Gebiet braucht /erlaubt nur wenige Änderungen und umgekehrt.
Ich weis ja nicht in wiefern man da auch google als Referenz hernehmen kann zum vergleichen
und bewerten der Qualität (?)... Das was gary68 macht ist schon sehr interessant!
Vielleicht sollte man auch nicht nur in Gebieten sondern auch (nicht rein"oder") in
Strukturen Denken. Sprich was gibt es an Autobahnen zu löschen und zu ändern wenn sie
100% alle drin sind (in deutschland) und dafür dann 'Moderatoren' einsetzen.
also z.b. auch das neu erstellen nicht vorhandener Autobahnen automatisch 'moderieren'.
mit Blick auf geplante "Routingmassentauglichkeit" ist vandalismus an solchen Punkten kritischer
als wenn ein Feldweg im Wald verschwindet. Selbst wenn beides den gleichen 'Aufwand' beim mappen
bedeutete hat sowas das größere 'Schadenspotential' Das ist ja der Knackpunkt, ob man sich dann
auf die osm verlassen kann wenn man damit im Navi unterwegs ist und die Frage die sich jeder stellt.  Gruß

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Dazu möchte ich hier noch etwas ergänzen. Eine Arbeitsgruppe ist
sicherlich gut u. notwendig. Wird aber mit dem Wachstum von OSM auf Dauer nicht
mithalten können. Gerade dann wenn ihr die Werkzeuge fehlen
Änderungen / User / Gebiete / Strukturen etc. zu 'beurteilen'.

Ob oder wie stark ein User vertrauenswürdig ist (also nicht 0 oder
1, sondern auch dazwischen) lässt sich ja auf verschiedene Weise herstellen. das
Postidentverfahren wie es z.B. auch ebay verwendet und von Frederik
vorgeschlagen wurde wäre da ein recht brauchbarer Baustein wie ich
finde. Alternativ /ergänzend könnte ich mir ein Bewertungssystem vorstellen das teils automatisch abläuft
(Wie lange Mitglied, Anzahl der Änderungen in der letzten Zeit,
Beitrag (Masse an nodes etc) zur OSM, USER zu USER Bewertungen, etc.
und / oder viele mehr und auf unterschiedlichste Weise
eingebaut. Da fällt einem sicher gutes ein wenn man mal weiter drüber
nachdenkt. Auf diese dann angeknüpft eine Rechtestruktur die von kleinen
bis zu größeren Änderungen erlaubt je nach Bewertung. Also vereinfacht
nach dem Prinzip: Wieso muss ein neuer User komplett Karlsruhe 15m nach Osten
verschieben oder die Berliner Innenstadt löschen der seit 2min
registriert ist. - un den gedanken entsprechend etwas weitergesponnen.

Je höher der 'Vollständigkeitsgrad' von OSM (in einem Gebiet) wird, desto
geringer wird der Bedarf von großen Änderungen (ZEit / Fläche). Tools zur Bewertung
gibt es ja schon zum Teil. Ich finde in so einer
Form könnte man ansetzen. Also zum einen in relativ ungemappten Gebieten
relativ hohe 'Freiheitsgrade' erhalten, in gut gemappten Gebieten etc. aber eher das
'Schutzprinzip' verfolgen.

Bitte jetzt nicht jede Idee von mir als in
Stein gemeißelt betrachten. Sind nur mal ein paar Gedanken.

Zudem würde ein Bewertungssystem auch gewissermaßen ein zusätzliches
'Belohnungssystem' darstellen, was ähnlich einer 'Hitliste' sicherlich
zusätzlich Anreize bei den Mappern schafft. Allerdings sollte so ein
Bewertungssystem nie zu 'eroberungsschlachten gegeneinander' führen. Müsste also
entsprechende clever umgesetzt sein.

Gruß





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