[Talk-de] Strassenklassifizierung (was:Gratulation!)

qbert biker qbert1 at gmx.de
Mo Nov 2 09:14:46 UTC 2009


-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Sun, 1 Nov 2009 12:20:34 +0100
> Von: Martin Koppenhoefer <dieterdreist at gmail.com>
> An: Christoph Eckert <ce at christeck.de>
> CC: Openstreetmap allgemeines in Deutsch <talk-de at openstreetmap.org>
> Betreff: Re: [Talk-de] Strassenklassifizierung (was:Gratulation!)


Hallo,

> d) in Anlehnung an RAS-N ((Richtlinien für die Anlage von Straßen)
> - großräumige und überregionale Straßenverbindung (primary)
> - regionale und zwischengemeindliche Straßenverbindung (secondary)
> - flächenerschließende oder untergeordnete Straßenverbindung (tertiary)
> 
> Vorschlag d) gefällt mir nicht, da ich ein Problem mit der Umsetzung der
> dort definierten Stufen habe. Eine Verbindung kann ja auch sehr wichtig
> sein, obwohl sie nicht quer durch die ganze Republik geht,
> zwischengemeindlich könnte also z.B. durchaus auch primary sein. Ist
> ausserdem ein bisschen lang.

Mit einer allzu simplen Zuordnung wird man sehr schwierig 
erreichen, dass der Nutzer der Karte mit den Inhalten etwas
anfangen kann. Bei der haendischen Planung will der einfach
nur gut informiert werden, wo er mit welchem Verkehrsmittel
am besten durchkommt. 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals mit einem
einfachen abschreiben einer externen Kategorie zu erschlagen
ist. Ich sehe in der Zuordnung der Klassen zu den realen
Strassen eine kreativen und kommunikativen Vorgang. Der,
der die Strasse kennt, teilt den anderen mit, wie er diese
Verbindung beurteilt.

Was hier fehlt ist eine Sprache, der man sich bedienen
kann, damit das nicht komplett ins subjektive abdriftet
("auf der Strasse fahr ich nicht gerne und ausserdem ist
da immer Stau und deshalb werte ich sie ab", oder aehnlich).
Was andere (z.B. die EU mit GDF) versucht haben, ist so 
eine Sprache aufzubauen und das in Form eines Modells.

Wenn man von simplen Zuordnungen wegkommen will, die immer
an irgendeiner Stelle haken, braucht OSM ein eigenes 
Beschreibungsmodell, das von den Leuten weiterentwickelt 
wird, die es benutzen, die Mapper. 
 
> a-c machen darüberhinaus allesamt deutlich, dass es sich um eine
> Hierarchie-gliederung handelt.

Genauer gesagt, ein hierarchisch aufgebautes Netz. Die 
untere Klasse fuellt die Maschen des Netzes der hoeheren
Klasse. In einer realen Karte starten und enden 
Verbindungen nicht irgendwo, sondern fast immer an Knoten
des Netzes der hoeheren Klasse (ausser die Topologie 
leasst das nicht zu -> Sackgassental). Eine secondary 
startet und endet typischerweise an primary oder hoeher
oder an einer anderen secondary. 

Verwendet man nur die Verwaltungsklassen zur Klassifizierung,
ergibt sich so ein Netz, das ziemlich gut an die Darstellung
rankommt, die man von den bekannten Karten gewohnt ist. 

Es bleibt der Konflikt, dass das nicht immer mit der 
besten Verbindung uebereinstimmt, wurde ja schon x mal
durchgekaut. Dieser Konflikt ist nicht eindeutig aufloesbar
und deshalb unterscheiden sich auch die Karten von 
verschiedenen Quellen in dieser Interpretation. Was aber
alle Darstellungen (incl. OSM) verbindet ist, dass jeder
bemueht ist, ein harmonisch wirkendes Netz zu zeigen.

Ein Loesungsansatz ist eine weiche Interpretation, wie 
sie auch immer wieder im Wiki auftaucht: Nimm die 
Verwaltungsklassen und verschiebe nach Wichtigkeit bei
Bedarf nach oben oder nach unten. Diese Wichtigkeit nach
verschiedenen Kriterien besser greifbar zu machen 
koennte dann ein Modell leisten. 

Gruesse Hubert
-- 
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