[Talk-de] Luftbilder mit Quadrocopter

Christian Schmitt schmittrich at yahoo.de
Fr Nov 20 10:17:18 UTC 2009


Hallo,

zum Thema Luftbilder wollte ich mal meine Gedanken mitteilen:

Wenn ich die Erde mit Google Earth von oben betrachte, bekomme ich  
rechts unten wunderschön die aktuelle Sichthöhe angezeigt. Wenn man  
ein wenig damit herumspielt kommt man drauf dass der fürs Mappen  
interessante Bereich irgendwo bei 500 Metern anfängt und hinauf reicht  
bis etwa 2.500 Meter, für manche Sachen vielleicht auch bis 4.000 Meter.

Quadrocopter und ähnliche Fluggeräte bieten also deutlich zu geringe  
Flughöhen. Sie mögen eine ganz nette Spielerei sein und bieten sicher  
einen beträchtlichen Showeffekt aber fürs Mappen scheiden sie  
weitgehend aus. Geeignet höchstens vielleicht noch für die  
Modellierung der Grundrisse von Gebäuden u.ä.

Ich habe ein wenig im Internet recherchiert. Was haltet Ihr von  
folgendem Plan:

1) Stinknormale Latex-Ballons, gefüllt mit Helium. Davon ein paar  
Dutzend. Eben soviele dass es für den Auftrieb reicht.
2) Leichtbau-Gestell, evtl. aus Styropor, wie man es in Verpackungen  
von Elektrogeräten vorfindet
3) Gebrauchte Digitalkamera, die man auf Serienbildfunktion  
umprogrammieren kann (Canon hat angeblich solche Kameras in der  
Modellpalette)
4) Die Kamera senkrecht nach unten gerichtet in das Styroporgestell  
eingebaut
5) Zusätzlich ein GPS-Modul welches in der Lage ist die aktuelle GPS- 
Position als Signal in den Äther zu funken
6) Funkempfänger der die GPS-Position des Senders anzeigt
7) Die Helium-Ballons werden mittels Nylon-Schnüren in  
unterschiedlichen Höhen (Differenz vom obersten zum untersten Ballon  
vielleicht 25 Meter) an dem Gestell festgebunden. Der Hintergedanke  
mit den unterschiedlichen Höhen ist folgender: erreicht der  
Flugapparat eine Höhe, in der die Atmosphäre so dünn wird (ab etwa  
20.000 Meter), dass die Ballons sich bis zum Bersten ausdehnen, werden  
sich (hoffentlich) nur die obersten Ballons verabschieden. Damit fällt  
ein Teil des Auftriebs weg und die Konstruktion geht in einen sanften  
Sinkflug über.
8) Warten auf windstilles Hochdruckwetter
9) Abflug (ich meine mich zu erinnern dass der massenhafte Start von  
Heliumballons bei der zuständigen Luftüberwachung gemeldet werden  
muss; dies sollte kein Problem darstellen)
10) Mit dem Auto nachfahren (und hoffen dass die Kamera nicht irgendwo  
über Wasser zur Landung ansetzt ;)


Gruß,
Christian



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