[Talk-de] Tagging von Kommunen: place vs multipolygon

Tirkon tirkon33 at yahoo.de
So Dez 12 18:14:03 UTC 2010


Bernd Wurst <bernd at bwurst.org> wrote:

>Hallo.
>
>Am Sonntag 12 Dezember 2010, 15:45:39 schrieb Tirkon:
>> Sollen place und multipolygon-Relation nur alternativ oder
>> gleichzeitig existieren?
>
>Da sie verschiedene Aussagen haben, sollen die beide existieren.
>
>Die Grenz-Relation beschreibt die Grenze der Gemeinde/Stadt, der Place-Tag 
>einen besiedelten Ort.
>
>Zu einer Kommune/Gemeinde gehört ja mehr als nur der Ort selbst, da sind 
>meistens noch Dörfer oder Weiler drum herum und auch landwirtschaftliche 
>Flächen. 
>
>
>> Falls beide existieren sollen:
>> Ein Kartenrenderer rendert dann den Ortsnamen zweimal. 
>
>"Ein Kartenrenderer"? Welcher Renderer?
>Mit Mapnik und Osmarender in der Konfiguration von der OSM-Website sehe ich 
>das Verhalten nicht. Wder die PLZ-Relation noch die administrative Grenze 
>führen dort zu einem zweiten Ortsnamen.

Z.B. hier findet man die Namen der Ortsteile "Moordorf" und
"Victorbur" doppelt, einmal durch die Grenze und einmal durch den
Wohnplatz initiiert:
http://www.openstreetmap.org/?lat=53.4805&lon=7.3867&zoom=14&layers=M

Von daher fände ich eine Verknüpfung sinnvoll, die dem Renderer das
anzeigt. Dann braucht man auch die Infotags wie z.B. die
Einwohnerzahlen nur einmal anzugeben, weil sie über die Verknüpfung
gefunden werden können. Ansonsten müsste man sie zweimal pflegen. Man
sollte sich dann nur einigen, wohin man sie schreibt.
 
>> Er zeichnet
>> dabei den Ortsnamen aus dem multipolygon offensichtlich in einen
>> geometrisch ermittelten Mittelpunkt. Sollte place in die
>> multipolygon-Relation aufgenommen werden oder durch eine andere
>> Relation damit verknüpft werden? Der Renderer könnte dann vermeiden,
>> dass der Ortsname zweimal in der Karte auftaucht. Der User kann
>> bestimmen, wo der Name in der Karte erscheint.
>
>Der Renderer (sag bitte einfach von welchem du redest) sollte einfach den 
>Namen der Relation nur im lowzoom rendern (z.B. wenn mehrere Gemeinden auf den 
>Bildschirm passen) und beim hinein zoomen nur noch die einzelnen Ortsnamen.
>
>Bei Gemeinden die einen Namen haben der so als Ortsname gar nicht existiert, 
>ist es natürlich wichtig, dass der überhaupt irgendwann irgendwo benutzt wird. 
>Momentan wird das meistens von den Mappern erledigt, indem ein zweiter 
>place=village-Node gestezt wird, der irgendwo geometrisch in der Mitte der 
>Ortschaften platziert ist.
>Das wird aber in dem Fall manuell gemacht und nicht von irgend einem Renderer.

Auch das wird zweimal gerendert, hier z.B. "Südbrookmerland".
http://www.openstreetmap.org/?lat=53.4723&lon=7.3346&zoom=14&layers=M

Mit den Wohnplätzen ist das so eine Sache. Die werden nicht mehr
amtlich geführt, wenn sie nicht zufällig mit einer Gemarkung
zusammenfallen. Ansonsten werden offensichtlich nur noch die amtlich
geführten Ortsteile dokumenmtiert. Alles Andere ist Historie, die wir
nach verbreiteter Auffassung nicht dokumentieren. Von daher könnte es
nur noch mit den Ortsteilen identische Wohnplätze geben und keine
weiteren. Die historischen Namen findet man höchstens auf
Ortsschildern. Ich werde einmal nachforschen, nach welchen
Gesichtspunkten die darauf stehenden Namen vergeben werden. Meine
Vermutung ist, dass es finanzelle Gründe sind, wenn diese noch nicht
ausgetauscht wurden. Denn auf neu aufgestellten Schildern werden -
soweit mir bisher aufgefallen - nur noch die aktuellen Ortsteile
adressiert.

In diesem Lichte scheint mir eine Aufnahme des place in die zugehörige
Grenzrelation als sinnvoll, sodenn letztere vorhanden. Die einzige
Aufgabe des place wäre es dann, den Ortsmittelpunkt von Hand zu
bestimmen. Dort würde dann der Renderer sinnvollerweise den Namen
rendern. 





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