[Talk-de] Externe Datenbank für Gebäudemodelle (was: Image of the week - kurios - nur russische Information)

André Reichelt andre-r at online.de
Mi Dez 22 16:59:50 UTC 2010


Am Mittwoch, den 22.12.2010, 09:25 +0100 schrieb Schorschi:
> Moin
> 
> Hat jemand eine Ahnung, wie das mit den 3D-Gebäuden funktioniert, was zur 
> Zeit im Bild der Woche angepriesen wird? Es sieht ja gut aus, aber alle 
> weiteren Informationen scheinen nur auf russisch vorhanden zu sein. Wäre 
> das Bild der Woche mal nur mit einer Information auf deutsch erschienen, 
> die Reaktionen wären wohl ziemlich heftig ausgefallen ...

Hallo,
ich finde das Ganze ja schon spektakulär. Ich habe mir unterdessen die
englischsprachige Beschreibung von diesem Jongleur durchgelesen und
möchte noch meine Gedanken zu einer externen Datenbank los werden.

An sich halte ich ein dreigliedriges Vorgehen für sinnvoll. Die dort
vorgestellte Methode gefällt mir schon gut. Dumme renderer legen einfach
alle Flächen übereinander und kommen so auf die komplette grundfläche
des Gebäudes. Komplexere Renderer können diese Von-Bis-Werte verwenden
um ein abstrahiertes 3D-Modell zu erzeugen. Wir sollte die einzelnen
Ebenen aber auf jeden Fall in eine Relation packen um zu zeigen, dass es
sich hier um ein Teil handelt.

Im nächsten Schritt sollten wir aber irgendwo tatsächlich eine
hauseigene Datenbank hinterlegen, in die jeder nach bekannter Manier
Gebäudemodelle (auch mit Texturen) hochladen kann. Diese könnten dann
beispielsweise eine ID bekommen und werden dann über die Relation (oder
den Gebäudeumriss als Area, sofern keine Relation vorhanden) mit dieser
ID verlinkt.

Von der bisherigen Idee, die Daten einfach über einen externen Link über
HTTP einzubinden halte ich sehr wenig, da hier Virenschleudern usw. Tür
und Tor geöffnet wird. Außerdem kann es sein, dass personalisierte
Server ausfallen oder Daten plötzlich verschwinden. Insgesamt also kein
gutes Konzept für eine hohe Datenverfügbarkeit.

Einzig über das Datenformat müsste sich noch der Kopf zerbrochen werden.
Ich selbst bin eher für die Entwicklung eines eigenen Tools, da mir
bisher kein vernünftig bedienbares quelloffenes 3D-Programm einfällt.
Ich kenne nur Blender und sich darin einzuarbeiten halte ich für
unzumutbar, selbst für einen OSM-Experten, da die Hürde nochmal um den
Faktor Zehn höher ist als bei Josm (nach meinem Verständnis).

Mir schwebt ein Programm ähnlich Google Sketchup vor. Dabei soll es
irgendwo eine zentrale Texturendatenbank geben, in die man allgemeine
Texturen packen kann (z.B. »verputzte Wand« oder »Holzwand« oder
»U-Dachziegel«). Spezifische Texturen, welche z.B. über Photographien
gewonnen wurden, sollen dann aber in dem jeweiligen Gebäudemodell
gespeichert werden. Die Datenbanktexturen sollen dann über eine
individuelle Färbung überblendet werden können, sodass man mit wenig
Speicherverbrauch möglichst alle Standardfälle abdecken kann.

Die Texturendatenbank hat den Vorteil, dass Navihersteller jene
Datenbank bereits fest in die Software integrieren können. Dadurch sinkt
der Datenverkehr enorm und unsere Server werden entlastet.

Was haltet Ihr von der Idee? Sind natürlich nur alles grobe Skizzen,
aber an sich halte ich das für den besten Weg, um vom einfachsten
Renderer bis zur kompletten 3D-Umgebung alle zufriedenzustellen.

Gruß,
André





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