[Talk-de] Status Fahrradwege-Tags
Frederik Ramm
frederik at remote.org
Mi Mär 2 08:15:02 UTC 2011
Hallo,
On 03/02/2011 08:23 AM, Ulf Lamping wrote:
> Ein smoothness=bad ist vielleicht vom Begriff her erstmal unklarer, kann
> aber alle diese Frage tatsächlich beantworten - und ist letztlich
> einfacher zu setzen ohne noch 10 andere Tags setzen zu müssen, die
> letztlich auch nicht mehr sagen.
Eigentlich ist es eher nach Art von OSM, zu taggen, was "da ist", und
nicht, was man in das hineininterpretiert. (=> also kein
"bicycle:bla=yes" - das kann der bicycle:bla-Fahrer schon selbst
entscheiden)
Zugleich ist es aber nicht nach der Art von OSM, irgendwelche
Schwammkategorien zu verwenden. (=> also kein "smoothness=bad" - was
fuer den einen "bad", ist fuer den anderen "superb")
Am ehesten muessten wir also die Art und Groesse der Kiesel- oder
Schottersteine, die Frequenz und Groesse der Schlagloecher usw. in
Zahlen angeben, und jeder kann sich dann darauf seinen persoenlichen
Reim machen.
Das ist natuerlich nicht praktikabel, also haben verschiedene Leute sich
da an Alternativen versucht, die alle irgendwelche Maengel haben, weil
es eben ohne Maengel irgendwie nicht geht.
Fest steht, dass sich die deutsche Community mit "smoothness" zum
Gespoett der internationalen OSMer gemacht hat (Stichwort "smoothness =
very horrible", aus dem urspruenglichen Proposal).
Genaugenommen ist die "smoothness" auch nur eine Neuauflage des
"tracktype", der ebenfalls eine OSM-unuebliche Klassifizierung
darstellt, und der, genauso wie "smoothness", die Intention hatte, dass
man daran erkennen koennen soll, welche Art von Fahrzeugen auf dem Weg
gut fahren koennen.
Auch "tracktype" ist eine deutsche Erfindung und wird hauptsaechlich in
Deutschland genutzt (Anteil aller highway=track, die damit ausgestattet
sind: Deutschland 85%, Oesterreich 42%, Frankreich 33%. UK 27%).
Manch einer mag sagen, das liegt daran, dass die Deutschen beim Mappen
die Arschbacken mehr zusammenkneifen, aber vermutlich ist es halt
einfach so, dass bei uns solche Sachen zuerst angegangen werden, weil
wir so viele Mapper haben und so viel schon erfasst ist. Ein kleines
bisschen sind wir da also auch Wegbereiter fuer die, die vielleicht erst
in einigen Jahren an den Punkt kommen, an dem wir jetzt sind.
Ich denke, wir tun dem Projekt insgesamt keinen Gefallen, wenn wir
staendig neue Sachen erfinden, die alle "irgendwie so aehnlich" sind,
bloss weil man mit dem, was die anderen machen, nicht so 100% zufrieden
ist. Wir haben tracktype, wir haben surface, nun noch smoothness oder
irgendwelche Eignungstags - gibt es da nicht viele Moeglichkeiten, sich
taggingmaessig in den Fuss zu schiessen? Kann man das einem neuen Mapper
halbwegs verstaendlich machen - oder wird der dann sagen: Oh, dann lasse
ich davon lieber meine Finger?
Bye
Frederik
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