[Talk-de] Defibrillatoren in kommerziellen Einrichtungen
Martin Siegel
martin.siegel at sdas.de
Di Apr 3 16:22:38 UTC 2012
Am 03.04.2012 14:55, schrieb Martin Koppenhoefer:
> Mal kurz noch ein bisschen Offtopic zu den Defis selbst: klar, wenn
> man gerade Kammerflimmern hat ist das eine super Sache wenn ein Defi
> vor Ort ist, aber mal ehrlich, es wäre doch deutlich sinnvoller, wenn
> genug Leute sich in einem Kurs für Ersthelfer informieren würden, wie
> man eine Herz-Lungen-Massage durchführen sollte, weil der Defi alleine
> ja noch nicht so viel bringt. Sobald das Hirn mal mehr als sehr wenige
> Minuten ohne Sauerstoff war, ist es normalerweise vorbei (d.h. auch
> wenn man physisch überlebt ist man nicht mehr). Aber die Barriere,
> einen automatischen Defi zu benutzen, ist halt niedriger als die,
> jemandem Luft in die Nase zu blasen. Sind da eigentlich Ambu-beutel
> und Maske dabei in so einem AED-Set?
Das schöne an diesen Geräten ist, dass sie einem genau sagen, was zu tun
ist. Es ist ja gerade das Problem, dass eine Herz-Lungen-Widerbelebung
völlig sinnlos ist, solange der Patient im Kammerflimmern ist. Und die
AEDs erkennen durch die Elektroden per EKG, ob jetzt ein Schock sinnvoll
ist, da der Patient flimmert, ob ein Herzstillstand vorliegt und eine
HLW nötig ist (wo die Geräte, die ich kennengelernt habe, auch bestimmt
drauf hinweisen) oder ob vielleicht sogar nichts von beidem notwendig
ist und der Patient "nur" bewusstlos ist (dann wäre die stabile
Seitenlage erforderlich).
Nichtsdestotrotz wäre es natürlich wünschenswert, wenn mehr Leute auch
ohne ein solches Gerät bescheid wüssten, wie man die richtige Maßnahme
ergreift. Und so schwierig ist das eigentlich auch gar nicht. Nur wendet
man so ein Wissen eben viel zu selten an, als dass man es parat hat,
wenn es darauf ankommt.
Gruß: Martin
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