[Talk-de] Braucht es gemappte Flusseinzugsgebiete?

Stephan Wolff s.wolff at web.de
Mo Aug 27 23:42:04 UTC 2012


Moin!

Am 27.08.2012 17:11, schrieb Werner Hoch:
> Am Montag, den 27.08.2012, 12:03 +0200 schrieb Stephan Wolff:
>> Am 27.08.2012 03:51, schrieb Werner Hoch:
>
>>> Um zwei Flüsse zu verbinden muss man nur den waterway mit dem nächsten
>>> Fluss verbinden. Das ist viel einfacher als ein Relationsmitglied zu
>>> erzeugen.
>>>
>>> Diese einfache Verbindungen können auch von allen Mappern erzeugt
>>> werden, die sich nicht mit Relationen beschäftigen.
>>
>> Dafür braucht man Regeln, wie die Verbindungen über Seen, Kanäle,
>> Flussnebenarme etc. herstellt und auswertet. Bei Seen mit mehreren
>> Zuflüssen ist ein virtueller Zusammenfluss irgendwo im See nötig.
>
> Hier müsste man nur die Wasserflächen mit auswerten. Ein See hat nunmal
> meist mehrere Zuflüsse und ein Abfluss. Die Auswertung wird zwar ein
> bischen komplizierter, aber es ist nicht unmöglich. Ein virtueller
> Zusammenfluss in einem See vereinfacht natürlich die Auswertung.

Ein durchgehender virtueller Fluss vereinfacht die Zuordnung deutlich,
insbesondere wenn mehrere Seen aneinandergrenzen (siehe 5-Seen-Fahrt)
oder ein See mehrere Ausflüsse hat.
Man müsste aber virtuelle Flüsse durch ein Zusatztag von normalen
Flussstrecken unterscheiden.

>> Bei Kanälen muss man unterscheiden, ob es eine eindeutige Richtung
>> des Wassers gibt.
>
> Das lässt sich mit geeignetem Tagging erledigen.

Hast du einen Vorschlag dafür? Bei Kanälen mit mehreren Schleusen
muss man berücksichtigen, dass die Scheitelstrecke zu beiden
Seiten, die anderen Teilstrecken nur zu einer Seite entwässern.

>> Eine Auswertung über waterway-Verbindungen ist keinesfalls trivial.
>> Wenn wir Flusseinzugsgebiete aus den OSM-Daten ableiten wollen,
>> erscheinen mir explizite Verbindungen über Relationen sinnvoller.
>
> Mir nicht. Selbst mit einer einfachen Auswertung (ohne Seen-Auswertung)
> lassen sich die Einzugsgebiete größtenteils auswerten:
>
> http://www.h-renrew.de/h/osm/osmchecks/07_watershed/index.html

Die Auswertung sieht schon gut aus, aber es gibt auch einige Fehler.
In Schleswig-Holstein sind mir folgende Probleme aufgefallen:
bei Kanälen wird (willkürlich?) eine Flussrichtung angenommen.
Der Oberlauf der Eider fließt in den Nord-Ostsee-Kanal, der Unterlauf
aber in die Nordsee. Der Fehler betrifft auch alle Nebenflüsse der
Untereider.
Das Wasser der Wakenitz fließt normalerweise durch den Dükerkanal und
einen Düker unter der Kanal-Trave hindurch in die Trave, nur bei 
Hochwasser in die Kanal-Trave. Den aktuellen OSM-Daten kann man diese
Information nicht entnehmen.

Selbst deine "einfache Auswertung" enthält schon mehr Code, als für eine
rekursive Relationsauswertung nötig wäre. Wieviel Rechenzeit braucht 
denn ein Durchlauf?

> Insgesamt erscheint mir der Aufwand der Auswertung sehr viel kleiner als
> das manuelle Verknüpfen mittels Relationen.

Auch der Aufwand für explizite Verknüpfungen ist eher klein (ein Element
pro Gewässer). Wichtiger ist aber die Frage, ob man ohne explizite
Zuordnungen die Flusseinzugsgebiete korrekt berechnen kann.

Viele Grüße
Stephan






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