[Talk-de] Nachtrag Bing Luftbildzensur

Jochen Topf jochen at remote.org
Mi Jul 18 23:03:43 UTC 2012


Hi!

Die interessante Frage ist doch auf welcher Rechtsgrundlage die Bundeswehr
diese "Schummerung" verlangt. Darf sie das verlangen? Muss man dem Folge
leisten? Warum sind die Bilder bei Bing zensiert, bei anderen Anbietern
aber nicht? Bisher ist mir kein Paragraph bekannt, aufgrund dessen sie
sowas anfragen dürften. Jetzt wo wir mal jemanden haben, der zugegeben hat,
dass er so eine Zensur beuaftragt hat, könnte man den ja mal Fragen, auf
welcher Rechtsgrundlage er das tut.

Jochen

On Wed, Jul 18, 2012 at 06:58:56PM +0200, Stephan Wolff wrote:
> Date: Wed, 18 Jul 2012 18:58:56 +0200
> From: Stephan Wolff <s.wolff at web.de>
> To: talk-de at openstreetmap.org
> Subject: [Talk-de] Nachtrag Bing Luftbildzensur
> 
> Moin,
> 
> da die neue Luftbildzensur von Bing auch diverse zivile Gebiete
> betrifft, habe ich bei der Bundeswehr nachgefragt, ob sie dies
> veranlasst hat. Vom Dezernat Informationsarbeit des
> Geoinformationsdienst der Bundeswehr bekam ich eine
> kompetente Antwort, die ich unten (leicht gekürzt) zitiere.
> 
> Offenbar können einzelne Dienststellen der Bundeswehr eine
> "Schummerung" für ihre Dienstgelände beantragen. Bing rät dann,
> wie weit das Gebiet reicht und löscht im Zweifel mehr als nötig.
> 
> Viele Grüße
> Stephan
> 
> PS: Wäre es moralisch gut oder böse, wenn wir Bing helfen, die
> Zensur auf Bundeswehrgelände zu beschränken? Das Ergebnis wäre
> wieder so, wie bei den ersten Löschungen mit OSM-Polygonen, aber
> jetzt wäre es eine Reduzierung und keine Erweiterung.
> 
> -------------------------------------------------------
> >> An: ageobwinformationsarbeit
> >> Thema:    Re: Antwort: Luftbildzensur
> >>
> >> Guten Tag,
> >>
> >> seit einiger Zeit werden Teile der Luftbilder beim Kartendienst Bing
> >> zensiert. Microsoft nennt als Grund eine Anforderung des deutschen
> >> Militärs.
> >> Im Norden Kiels gehen die Löschungen weit über das militärisch
> >> genutzte Gebiet hinaus und umfassen auch den öffentlichen Strand
> >> und das Gewerbegebiet Friedrichsort: http://binged.it/NcFE0s .
> >>
> >> Der "InfoService Bürgeranfragen" verwies auf ihre Zuständigkeit.
> >> Haben sie die Verschleierung veranlasst?
> >> Können sie die zivilen Gebiete wieder freigeben?
> >>
> >> Mit freundlichen Grüßen
> >> Stephan Wolff
> 
> >Sehr geehrter Herr Wolff,
> >
> >die durch die Bundeswehr (hier Wehrtechnische Diensstelle 71 Kiel)
> >veranlasste Schummerung bezieht sich lediglich auf ein Dienstgelände mit
> >der Adresse Deichweg 15.
> >Warum Bing auch das Gewerbegebiet Friedrichsort und den Strand verschleiert
> >hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Dies ist durch die Bundeswehr nicht
> >veranlasst worden. Wir können daher diese Maßnahme nicht rückgängig machen.
> >[]
> >Mit freundlichen Grüßen,
> >[I. A.]
> >Dezernat Informationsarbeit
> >
> -------------------------------------------------------
> >> Guten Tag,
> >> []
> >> Darf ich weitergeben, dass sich die Schummerungsanforderungen der
> >> Bundeswehr allgemein nur auf Dienstgelände und Sperrgebiete beziehen?
> >>
> >> Mit freundlichen Grüßen
> >> Stephan Wolff
> 
> > Sehr geehrter Herr Wolff,
> > []
> > Grundsätzlich beziehen sich die durch die Bundeswehr veranlassten
> > Schummerungen nur auf Liegenschaften und Sperrgebiete (z.B.
> > Übungsplätze). Die Bundeswehr kann und darf keine weitergehenden
> > Schummerungen veranlassen.
> >
> > Mit freundlichen Grüßen,
> > [I. A.]
> > Dezernat Informationsarbeit
> 
> 
> 
> _______________________________________________
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> Talk-de at openstreetmap.org
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> 

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