[Talk-de] Quo Vadis FOSSGIS 2013

Tirkon tirkon33 at yahoo.de
Mi Sep 19 00:16:36 UTC 2012


Georg Lösel <georg.loesel at fossgis.de> wrote:

>1. Es bewirbt sich doch noch ganz schnell jemand.
>2. Wir müssen die Konferenz im Jahr 2013 ausfallen lassen.

Vielleicht könnte man über eine dritte Option nachdenken:

Den "reichen" Verein Wikimedia Deutschland kennen viele als den Verein
hinter der Wikipedia, was er zunächst auch ausschließlich war.
Inzwischen definiert sich dieser Verein - auch wegen des
millionenschweren Spendenaufkommens - als allgemeiner Förderverein
freier Projekte. Und dabei wurde OSM als so wertvoll erkannt, dass man
ihm offenbar die gleiche Förderwürdigkeit zugesteht wie Wikipedia und
den anderen Projekten der Wikimedia (z.B. Commons (freie Foto- und
Medien Datenbank),  Wikibooks (freie (Lehr)bücher), Wikiversity
(freier Untericht) etc.). Neben dem freien OSM Projekt ist zudem der
Fossgis Verein auch in der freien Szene tätig und damit nach den
Statuten von Wikimedia Deutschland ebenfalls förderwürdig. 

Man könnte daher überlegen, ob man sich mit der Fossgis Konferenz der
Wikicon anschließt, welches die deutschsprachige Konferenz der
Wikimedia Projekte ist. Unsere Konferenzthreads würden dann von
Wikimedia Deutschland finanziert. Davon könnte man sich auch
synergetische Effekte versprechen und beispielsweise auch die
übergreifenden Projekte zwischen Wikipedia und OSM, wie beispielsweise
WIWOSM oder die multilinguale Karte in beiden Projekten bekannter
machen und eventuell Mitstreiter finden.

Der Verein und auch das OSM-Board, dem ja derzeit auch drei
deutschsprachige OSMler angehören, könnte Kontakt mit Wikimedia
Deutschland aufnehmen und die Möglichkeiten abklären.

Dabei könnte auch gleichzeitig das Thema "Server" angesprochen werden.
Immer wieder lese ich z.B. in Mailingliste oder Forum von
entsprechenden Nachfragen für OSM Anwendungen. Gerade in der letzten
Wochennotiz hieß es wieder: "Die Online Routing Engine Gosmore sucht
einen gesponserten Server."

Der Nachteil der privat organisierten Serverkapazitäten liegt auf der
Hand: Das Projekt löst sich in Wohlgefallen auf, sobald der Server
oder die mit ihm per Vitamin B verbundene Person nicht mehr zur
Verfügung steht oder sich nicht mehr engagiert. Die investierte Arbeit
verschwindet im Nirvana. Könnte man hierzu die Wikimedia Toolserver
verwenden, könnte ein Projekt bei Aufgabe des Betreibers jederzeit
wieder von einer anderen Person adoptiert und weiter geführt werden.
Zudem können sich einem Projekt jederzeit weitere Personen
anschließen, womit dieses auf eine breitere Basis gestellt werden
kann. Mit den Privatservern kocht zumeist jeder sein eigenes Süppchen
- mitunter dasselbe mehrfach. Dabei hat jede der Anwendungen ihre
Stärken aber keine von Ihnen integriert diese.

Ein weiteres Projekt, das derzeit von der Wikimedia gefördert wird,
sind Luftaufnahmen, um Wikipedia Artikel besser illustrieren zu
können. Hier könnte man abklären, inwiefern so etwas auch für OSM
nützlich sein kann. 

Man könnte dies mit einem Gedanken weiterspinnen, der sich
zugegebenermaßen zunächst verwegen anhört: einen eigenen OSM
Satelliten im Weltall. Hintergrund dabei sind Berichte aus dem
Raumzeit-Podcast vom Tim Pritlove. Es gibt Microsatelliten, die bei
kommerziellen Aussetzungen von Satelliten preiswert mitgenommen
werden. In Zusammenarbeit mit einem damit befassten Lehrstuhl für
Raumfahrt könnte man über die Möglichkeiten für OSM brainstormen, die
dann möglicherweise von der Wikimedia Deutschland finanziert werden.
Ich denke, Tim Pritlove ist sicher bereit, einen Ansprechpartner bei
DLF bzw ESA zu vermitteln, zumal er OSM in seinen Podcasts explizit
erwähnt hat. Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist ... ;-)

Tim sprach auch darüber, dass sämtliches (Karten-) Material der DLF
frei verfügbar ist und auch dieses beispielsweise von OSM nutzbar
gemacht werden könnte. Auch hier könnte eventuell die Wikimedia
Deutschland mit Serverkapazitäten helfen. 

Ich würde mich freuen, wenn Fossgis-Vorstand und OSM-Board aktiv
werden könnten, um entsprechende Möglichkeiten für die oben
vorgeschlagenen Projekte auszuloten. IMHO ist gerade das eine Aufgabe,
die ein Vorstand zudem mit offizieller E-Mail Adresse besser erledigen
kann, als eine lose Community.

Grüße
Tirkon





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