[Talk-de] St.-ZickeZacke-Str.

Martin Koppenhoefer dieterdreist at gmail.com
Mi Feb 5 12:32:41 UTC 2014


Am 5. Februar 2014 13:17 schrieb Falk Zscheile <falk.zscheile at gmail.com>:

> Am 5. Februar 2014 12:20 schrieb Tobias Knerr <osm at tobias-knerr.de>:
> > Am 05.02.2014 11:10, schrieb Falk Zscheile:
> >> Aus Sicht von jemanden der "on the ground"
> >> mappt gibt es die schon. Darum dreht sich ja der Thread mittlerweile.
> >
> > Ich finde, die "on the ground"-Regel wird in dieser Diskussion arg
> > überstrapaziert. Nach meinem Verständnis sagt diese Konvention, dass die
> > Situation "on the ground" als Quelle dienen soll. Darauf wendet man dann
> > die Taggingregeln an: Beispielsweise, dass "Anlieger frei" mit dem Wert
> > destination gemappt wird, obwohl das nicht wortwörtlich auf dem Schild
> > steht. Und eben, dass Abkürzungen ausgeschrieben werden, obwohl das
> > nicht wortwörtlich auf dem Schild steht.
> >
> > Daher sehe ich keinen Widerspruch zwischen der "on the ground"-Regel und
> > der "Ausschreiben"-Regel. Der entsteht nur dann, wenn man vergisst, dass
> > es zwischen der Quelle (d.h. bevorzugt der Realität) und den Tags immer
> > einen Übersetzungsschritt gibt.
>
>

+1, im Zweifel bzw. bei Abweichungen werden wir ggf. auch weiter
nachforschen, was der tatsächliche Name einer Straße ist, ggf. abweichend
geschrieben vom Straßenschild. Für mich war es nie eine Frage, dass man in
diesen Fällen den tatsächlichen Namen in den tag name einträgt, und von
daher von "on the ground" abweicht. Wer wirklich strikt nach "on the
ground" den Inhalt des Straßenschilds mappen will (obwohl er weiss, dass
das dort geschriebene "falsch" ist), sollte m.E. so vorgehen, wie oben von
Bernhard vorgeschlagen: einen node für das Straßenschild und dort den Namen
so dranschreiben, wie er drauf steht (z.B. mit tag "inscription"). Ggf.
könnte man auch einen neuen tag einführen (signed_name oder so)



> Ok, so gewendet wäre die Frage wie viel Übersetzung muss oder soll bei
> der Übertragung von der Realität in die Datenbank vorgenommen werden.
> Auch bei dieser Betrachtung ergibt sich für mich nicht die
> Notwendigkeit eine Abkürzung immer auszuschreiben. Der
> Übersetzungsschritt "Realität=St.-Denis-Straße" kann ja durchaus so
> aussehen: "name=St.-Denis-Straße" und  "long_name=Sankt-Denis-Straße".
> Oder spricht aus Sicht der Informationstheorie[1] etwas dagegen? Es
> ändert sich ja nicht, dass der Empfänger der Nachricht wissen muss,
> wie das Zeichen name=value bzw. long_name=value zu interpretieren ist.
>


im Prinzip hast Du Recht, dass man es so oder so machen kann, aber da wir
es bisher immer so gemacht haben, dass name die ausgeschriebene Variante
und bei Bedarf short_name die abgekürzte Variante enthalten, wäre es nun
eine Änderung, das umzudrehen und in name die abgekürzte und in einen neuen
tag long_name die ausgeschriebene Variante einzutragen. Was spricht denn
dafür, so eine Änderung einzuführen? Änderungen dieser Art sind
grundsätzlich problematisch (da es dann zukünftig beide Schemata parallel
geben wird, erfahrungsgemäß).

Gruß Martin



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