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Bernd Wurst bernd at bwurst.org
Do Feb 27 07:16:55 UTC 2014


Hallo Manuel.

Am 27.02.2014 07:58, schrieb Manuel Reimer:
> Mir geht es um dieses Schild:
> http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zeichen_260.svg
> Mit dem Zusatz darunter "Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr frei".
> 
> Ich lese da erstmal das motorisierte Fahrzeuge verboten sind. Weiterhin lese
> ich eine Einschränkung, die forst/landwirschaftlichen Verkehr freigibt. Also
> "motor_vehicle = agricultural". Ich sehe auf dem Schild keinerlei
> Einschränkungen bezüglich Fußgängern oder Radfahrern.
> 
> Wenn als ein zusätzliches "bicycle = yes" und "foot = yes" erforderlich sein
> soll, dann müsste da auch "horse = yes" dran. Auch den Zugang mit
> Rollschuhen und Inline-Skates verbietet hier niemand. Also noch
> "inline_skates = yes" und so weiter...

Im Prinzip hast du Recht.
Bei den Wegen die explizit beschildert sind, ist es in den üblichen
Fällen auch so, dass das "echte" Wege sind und deine Aussagen treffen
zu. (Auch wenn ich Bauchschmerzen hätte, inline_skates auf einem
Schotterweg explizit freizugeben.)

Aber bei Waldwegen allgemein gelten deine Aussage nicht unbedingt. Z.B.
muss ein Waldweg in Ba-Wü mind. 3 Meter breit und befestigt sein, damit
man darauf reiten darf. Klar, Wege die das Kriterium nicht erfüllen
tragen meistens gar keine Schilder, da sie dann für landwirtschaftliche
Fahrzeuge auch eher uninteressant sind. Aber das sieht man den Tags
meistens nicht an.

Aber es ist utopisch, das jeweils vor Ort zu taggen, da auch ein Mapper
diese Gegebenheiten nicht alle auswendig kennt.


Bei tracktype=grade3 und schelchter ist es z.B. schwer. Das sind Wege,
die meistens nicht beschildert sind, aber zumindest hier dennoch nicht
für den fahrenden Verkehr erlaubt sind, da sie nicht (ausreichend)
befestigt sind. Das ist auch nicht nur ein "kann nicht" sondern auch ein
"darf nicht". Zudem kommt bei Waldwegen ja auch immer der Faktor dazu,
dass ein schlecht gepflegter öffentlicher Waldweg und eine Rückegasse im
Privatwald sich nicht immer optisch unterscheiden müssen. Beide sind
evtl. nicht beschildert aber abseits des Weges darf man mit keinem
Fahrzeug durch den Privatwald, auch nicht mit dem Fahrrad. Man kann also
manchmal vor Ort nicht erkennen was wirklich die rechtliche Lage ist
(und mein Appell wäre dann, das Wild im Zweifel mal in Ruhe schlafen zu
lassen).

Ich stimme dir also zu, dass man nur das taggen sollte was vor Ort
offensichtlich ist, i.d.R. explizit durch Schilder geregelt oder
eindeutig bekannt ist. Und tracktype=grade4 und schlechter dienen IMHO
eh mehr der Orientierung und nicht einem automatischen Routing.

Gruß,
Bernd

-------------- nächster Teil --------------
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