[Talk-de] regionale mappingregen - Deutsche Inseln e.g.

Florian Lohoff f at zz.de
Do Jul 30 20:05:36 UTC 2015


On Thu, Jul 30, 2015 at 10:11:07AM +0200, Martin Koppenhoefer wrote:
> 
> Du meinst, wenn Du (mit Genehmigung des Besitzers) einen kleinen Bogen
> über ein angrenzendes Feld um ein Kfz verboten Schild machst und erst
> nach dem Schild auf den Weg fährst dann wäre das erlaubt?(allgemein,
> nicht speziell auf dieser Insel).
> 
> Denke ich nicht. Es ist der Weg, auf dem man nicht fahren darf, das
> Schild ist nur der Hinweis.

Das sehe ich anders. Es gibt viele Verbote die ja asymmetrisch/unidirektional
sind.

Das wäre die erste einschränkung. D.h.  es ist nicht der weg sondern
auch die Richtung wichtig und zwar eigentlich bei allen ge/-verboten.

Dazu kommt das eine Beschränkung/Verbot an jeder Kreuzung wiederholt
werden muss siehe Geschwindigkeitsbeschränkungen. An einer Einmündung
(Wir gehen mal nicht von Flächen ge-/verboten wie Ortsschildern aus)
erlöschen alle Strecken ge-/verbote mind. für den einbiegenden Verkehr. D.h.
Geschwindigkeitsbeschränkungen, Einfahrtsverbote wie Gewicht, Achslast,
Breite, Höhe, Geschwindigkeit, Überholverbot müssen neu
ausgesprochen/beschildert werden.

D.h. eigentlich sind es Punktförmige ge-/verbote mit einer Richtung.
Natürlich ist ein umfahren eines Schildes nicht zulässig - Du warst
ja in der lage das Streckenverbot wahrzunehmen.

> Ähnlich zum Beispiel maxspeed, die müssen nicht an jeder mündenden
> Straße wiederholt sondern explizit aufgehoben werden (wird oft falsch
> gesehen), allenfalls kannst Du versuchen, falls Du ohne Ortskenntnis
> aus einer einmündenden Straße kamst wo das Schild vergessen wurde, vor
> Gericht der Strafe für Schnellfahren zu entgehen.

Sie werden defakto meistens aufgehoben - ich kann dir aber diverse
Stellen in meiner Umgebung nennen wo das nicht so ist - Aber Spannend
zu wissen - Produziere ich wieder Arbeit für die Kommunen :)

Ich bin mir SEHR sicher das die wiederholt werden MÜSSEN ansonsten
hätte ein einbiegender Fahrer keine möglichkeit ein ge-/verbot
wahrzunehmen so das die Ahndung anfechtbar ist.

Anders sieht das bei Zonen ge-/verboten aus. Dort ist es wichtig das
alle möglichkeiten in eine Zone einzufahren beschildert sind. Ist das
nicht der fall würde die Ahnung eines Verstoßes ja beliebig anfechtbar
sein.

Schnelles googlen brachte dieses hervor:
http://www.iww.de/va/archiv/streckenverbot-geltungsdauer-eines-streckenverbots-f44488

	Eine Streckenvorschrift gilt nicht nur jeweils bis zur nächsten
	Straßeneinmündung- oder Straßenkreuzung. Eine durch Zeichen 274 angeordnete
	Geschwindigkeitsbeschränkung endet erst an einem gem. § 41 Abs. 2 Nr. 7 StVO
	aufgestellten Zeichen 278. Der Sichtbarkeitsgrundsatz verlangt zwar die
	Wiederholung aller Streckenvorschriftszeichen hinter jeder Kreuzung oder
	Einmündung auf der Straßenseite, für die das Gebot oder Verbot besteht; dies
	gilt aber nur für den Einbiegeverkehr (OLG Hamm, Beschl. 5.7.01, 2 Ss OWi
	524/01, rkr.). (Abruf-Nr. 011096)

	Praxishinweis

	Wird ein Streckenvorschriftszeichen hinter einer Einmündung oder
	Kreuzung nicht wiederholt, kann der auf die Straße einbiegende
	Verkehrsteilnehmer nicht wegen des Verstoßes gegen das vorher angeordnete
	Streckenverbot, z.B. eine Geschwindigkeitsbeschränkung, belangt werden.

	Quelle: Verkehrsrecht aktuell - Ausgabe 01/2002, Seite 10


Im überigen sehe ich hier eines der großen Probleme mit dem derzeitigen tagging
bei OSM für z.b. den Schwerlastverkehr. Ein hgv=no auf einer Strecke ist
in den meisten fällen falsch. Am ende ist das ja ein "Einfahrtsverbot" in 
die Strecke, Ausfahren darf ich ja immer. D.h. es sind eigentlich Punktförmige
Verbote. Ich habe die hier sehr häufig halt unidirektional d.h. ich darf von 
einer Seite in die Straße eben nicht einfahren. Kann ich stand heute nur 
damit modellieren das ich die Straße trenne in 2 oneways und eines mit einem hgv=no
belege. (Was ich nicht mache weil ich für absolut kaputt halte)

Flo
-- 
Florian Lohoff                                                 f at zz.de
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