[Talk-de] [Entwurf] Gemeinsame Position zur Zukunft des iD-Editors

Martin Koppenhoefer dieterdreist at gmail.com
Mi Nov 13 18:26:24 UTC 2019


ich finde den Wikitext zwar alles andere als zurückhaltend, stimme aber weitgehend mit der Kritik überein.

Was m.E. auch ein Punkt ist, vielleicht ist das nicht mehr aktuell, ich weiß es nicht genau, sind die automatischen Massenänderungen durch die Hintertür. „Es wurden Taggingfehler festgestellt, sollen sie behoben werden?“ und wenn man ja clickt werden alle geladenen Objekte mit bestimmten tags geändert.

Insgesamt ist das Verfahren wie presets erstellt werden, und insgesamt Taggingfragen entschieden werden, extrem autokratisch, dass dabei auch eindeutige Fehler passieren ist normal, m.E. sollten da mehr Augen draufsehen bevor das live geht, z.B. setzte iD vor einiger Zeit mal craft=sculpter (eigentlich ist entweder  sculpture oder sculptor gemeint), gesetzt wurde das aber wohl für Skulpturen, nicht für Bildhauer (was der craft key nahelegen würde).
Ein anderer Fall: anstatt crossing=uncontrolled mit crossing_ref=zebra wurde crossing=zebra gesetzt (was zwar nicht dokumentiert war außerhalb UK, wo ich aber ggf. mitgehen würde), und nach ein paar Jahren haben die iD Maintainer dann beschlossen, dass das nicht mehr en vogue sei und für Zebrastreifen fortan der tag crossing=marked gesetzt werden soll. Der bis dahin unbedeutende tag mit geringerem semantischem Gehalt wurde daraufhin wenig verwunderlich extrem gepusht. Das sind nur ein paar Beispiele, von denen es mittlerweile einige gibt, und Bryan gibt diese Fälle zwar zu, es ist ihm aber egal was die Community der erfahrenen und engagierten Mapper darüber denkt (die Neulinge ohne Erfahrung haben sowieso überwiegend keine eigenen Ansichten zum Tagging).

Ein Aspekt bei den Diskussionen ist sicherlich auch kulturell, die Entwicklung an iD wird von US-amerikanischen Firmen bezahlt und von US-amerikanischen Entwicklern betrieben, m.E. mit einer Sichtweise die sehr von dieser Kultur geprägt ist und sich an den amerikanischen Realitäten orientiert, aber viel zu wenig in Rechnung stellt, dass der Editor weltweit genutzt werden soll, und die Realität so vielschichtig ist, dass es ohne Einbeziehung der Communities vor Ort kaum gehen wird. Diese Einsicht fehlt mir komplett bei Bryan und daher habe ich mittlerweile auch keine Hoffnung mehr, dass sich daran „von selbst“ noch was ändern würde. Der Schritt, öffentlich in größerem Maßstab Dissens auszudrücken und an Alternativen zu arbeiten, scheint mir daher folgerichtig.

Gruß Martin 






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