[Talk-de] Abstraktionsgrad, Erfassen von Spuren etc.

Sebastian Hohmann mail at s-hohmann.de
So Jan 18 17:28:33 UTC 2009


Tobias Knerr schrieb:
> Erstens ist es nur so möglich, eine Spur wirklich wie gewohnt mit Tags
> zu beschreiben. Das halte ich für ein durchaus begründete Überlegung, da
>  Versuche, eine komplexere Spurinformation als "es gibt hier einen
> Radweg" (es existiert ja nicht mal eine etablierte Möglichkeit, zu
> sagen, ob der Radweg links oder rechts verläuft) mit Tags zu erfassen,
> in Verrenkungen wie Array-Imitationen, Pseudo-IDs und so weiter endet.
> 

Einen extra Weg dafür einzuzeichnen finde ich mehr "Verrenkung" als ein 
cycleway=left. Sobald allerdings auch die einzelnen Spuren detaillierter 
beschrieben werden sollen, hast du natürlich recht. Kommt immer darauf 
an ob ein 'Standardfall' einer Fahrbahn vorliegt, die nur durch einen 
Radweg ergänzt werden soll oder ob man die gesamt Straße detaillierter 
modellieren muss. Aber ein Schema für 'einfache Fälle' habe ich ja 
durchaus schon ausgearbeitet [2] (kennst du ja wohl schon).

> Zweitens -- und das dürfte der Kern des Problems sein -- sind eigene
> Ways das einzige, was man derzeit halbwegs praktikabel erfassen kann.
> Man bekommt damit im Editor sichtbare und bearbeitabare Linien.
> Sämtliche anderen Konzepte mit Tags, mit Relationen o.ä. sind mit den
> existierenden Tools nicht handhabbar, obwohl eigene Ways natürlich wegen
> der vorgetäuschten Präzision und den Problemen beim Bearbeiten nicht
> wirklich das Wahre sind.
> 

Man kann eigene Ways zwar einzeichnen, aber eine Lösung ist es eben nur 
scheinbar, wie du ja auch schon richtig erkannt hast.

> Für mich stellt sich die Situation wie folgt dar: Es gibt Mapper, die
> interessiert und bereit sind, Spurdetails zu Straßen zu erfassen. Wir
> können einen gewissen Grad an Spurinformation durchaus brauchen
> (Spurhinweise im Navi fallen mir ein, Schematische Darstellung von
> Autobahnkreuzen ...). Woran es fehlt, ist ein durchgängiges Schema und
> die Softwareunterstützung, um diese Mapping-Energie in verwertbare
> Bahnen zu lenken.
> 

Das lanetool hat ja gezeigt, dass diese Methode auf jeden Fall funktioniert.

> Der Appell sollte also eher lauten: Wir brauchen ein universelles
> Spurkonzept. Das ist natürlich leichter gesagt als getan -- ich habe mir
> dazu zwar auch schon mal Gedanken gemacht (siehe [1]), aber bis zu einer
> wirklich befriedigenden Lösung muss wohl noch etwas Denkarbeit geleistet
> werden.
> 

In der Tat. Das muss gut überlegt sein.

> 
> [1] http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Proposed_features/lane_and_lane_group
> 

Gruß

[2] 
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Proposed_features/Advanced_footway_and_cycleway




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