[Talk-de] OSM als Beispiel für gescheiterte Basisdemokratie

Christoph Eckert ce at christeck.de
Sa Jun 27 09:41:40 UTC 2009


Moin,

> Wichtig finde ich, dass alle Benutzergruppen bei OSM "etwas geboten"
> bekommen bzw. sich und ihre Interessen einvernehmlich und synergetisch
> verwirklichen können. Wobei ich "mehrere Gremien" und "jeder kann"
> durchaus kritisch sehe, weil solche Formulierungen zwar a) die Vielfalt
> fördern, aber nach den bisherigen Erfahrungen auch b) unnötig
> ressoucenverschleissende Prozesse provozieren.

sicher. Das gehört aber dazu, auch wenn es manchmal schwerfällt, das zu 
verstehen. Ein Communityprojekt ist kein Unternehmen, in dem jemand die 
Richtung verordnet und dann alle dorthin laufen.

Für Linux gibt es zwei große Desktopumgebungen und zig Windowmanager. Ein 
enormer Resourcenverschleiß. Interessanterweise halten sich die verschiedenen 
Projekte aber erstaunlich gut. "Konkurrenz belebt das Geschäft" könnte man 
sagen. Es gibt schließlich auch verschiedene Autohersteller, die das selbe 
tun, und innert solcher Unternehmen gibt es ebenfalls Konstellationen, in 
denen sich verschiedene Abteilungen Konkurrenz machen.

Auch wenn es in Details immer wieder mal dazu kommt, dass es Unschärfen gibt, 
so ist es doch sehr erstaunlich, wie gut das ganze hier bei uns funktioniert, 
oder nicht? Aussagen wie "Das kann nichts werden", "Das ist doch 
Resourcenverschleiß", "Wir müssen das ganz anders machen", "Wir brauchen 
bessere Strukturen", "Die Daten sind so nichts wert" und so weiter höre ich 
seit drei Jahren. Ich frage mich nur, warum sich so viele Menschen für OSM 
interessieren und begeistert mitmachen, obwohl alles so schlecht ist :) .

Gruß,

ce




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