[Talk-de] OSM als Beispiel für gescheiterte Basisdemokratie

qbert biker qbert1 at gmx.de
Sa Jun 27 13:55:36 UTC 2009


-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Sat, 27 Jun 2009 15:01:06 +0200 (CEST)
> Von: "Dirk Stöcker" <openstreetmap at dstoecker.de>
> An: talk-de at openstreetmap.org
> Betreff: Re: [Talk-de]	OSM als Beispiel für gescheiterte Basisdemokratie

 
> Da kann man noch so schöne Regeln aufstellen, wenn sich keiner dran hält
> sind sie sinnlos. Anfänger werden entsprechende Elemente aus Angst etwas 
> falsch zu machen gar nicht eintragen, Erfahrenere ignorieren die Regeln 
> einfach.

Das ist doch alles längst widerlegt. Die wenigsten haben doch
wirklich Spass an dieser 'ich kann machen was ich will, es kann
nicht falsch sein'- Strategie. Die meisten wünschen sich doch
effektiv beitragen zu können und sind mehr verwirrt als alles
andere.
  
> Doch wird er. Ist ganz leicht. 

Hast du irgendwie das Projekt nicht verstanden? Meinen Kernel
zu verschandeln ist ganz einfach, aber er geht ja um den
offiziellen Kernelcode (OSM-speak Worldfile), denn ich will
ja zugunsten aller anderen beitragen.

> Ihren Stempel aufdrücken zu wollen, dann werden sich die Strukturen 
> wandeln. 

Also, dann kann ja nix passieren, der pöse OSM-Diktator ist
gar nicht möglich - vor was habt ihr dann Angst wie der Teufel
vorm Weihwasser?

> Na sicher habe ich den. Wenn ich mit dem was jetzt auf 
> api.openstreetmap.org läuft nicht mehr einverstanden bin und meine 
> Bedenken nicht gehört werden, dann mache ich etwas eigenes. 

Mapper aktivieren, die bei OSM ausgestiegen sind, weil ihnen
dieses politische Gebrabble, die halbfertigen Werkzeuge und
die endlosen Diskussionen auf den Nerv gegangen sind? Eine
Karte von meinen 2km-Umkreis brauche ich nicht, da kenne ich
mich auch so aus ;)

> Das mit wenig Änderungen mehr zu erreichen wäre halte ich und viele 
> andere auch eben für falsch.

Wers nie probiert und wer sich nie informiert, wie andere das
hinbekommen, wirds nie erfahren.
 
> Wir Menschen haben den riesigen Vorteil nicht auf zufällige Mutation 
> angewiesen zu sein, sondern wir können uns neue Konzepte ausdenken und 
> anpassen. 

Und Menschen haben auch Gruppendynamik, die solche Dinge
bis zur Unkenntlichkeit verschleifen lässt. 

> Ach Unfug. Hindert Dich jemand daran mitzuwirken? Du brauchst nur durch 
> Taten genügend andere von Deiner Sichtweise überzeugen und schon
> bestimmst 
> Du den Weg. Durch Reden klappt das eher nicht.

Durch Reden kann die Basis geschaffen werden, mit der ich dann
wieder arbeiten kann. Derzeit sind die Projekte auf Eis, weil
das Modell nicht trägt. Ich habe jetzt einige Ecken per 
Diskussion abgeklopft und fast immer den Worst Case vorgefunden -
man kann sich auf nichts verlassen, jeder machts anders.

Da kann ich keine Programme draus bauen, bei denen Aufwand
und Ergebnis in vernünftigem Verhältnis stehen. Ich müsste 
bei fast jedem Tag und jeder Methode erst statistische
Auswertungen machen  - no thanks.
  
> Dafür, dass wir nicht weit kommen, sind wir aber schon ganz schön weit 
> gekommen.

Soweit hätte man aber auch kommen können, ohne so viele Leute
zu vergraulen. Jeder der nicht über den Zustand jubelt wird
ja mehr oder weniger direkt das verlassen des Projekts angetragen ;)

Grüsse Hubert

-- 
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