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Markus liste12A45q7 at gmx.de
Sa Jun 27 16:38:22 UTC 2009


Hallo Dirk,

> Der Personalwechsel gehört dazu. 

Klar! Menschen entwickeln und verändern sich und brauchen immer mal 
wieder ein neues Umfeld.

Ich spreche aber von Motivationsverlust, Reibungsverlust, innerer 
Kündigung, Burnout, dysfunktionalen Konflikten, etc,
und davon, dass es Sinn macht die Ursachen zu finden und zu beheben.

> Kritisch wird es erst, wenn keine neuen Leute dazukommen. 
> Und bei OSM ist wohl momentan das Gegenteil zu spüren. 

Ja und ja.

Aber Du kennst ja das Prinzip von Schwellwert und neg. Rückkopplung.
OSM ist ein Megaprojekt. Mit einer (derzeit) exponentiellen Entwicklung.
Erinnert mich ein bisschen an Schneeball-Systeme.
Beim Schenkkreis gibt es immer mehr freudige Empfänger, und plötzlich 
ist niemand mehr da der schenken will/kann.

> Ein Hauptteil der Diskussionen resultiert doch daher, dass Leute mit 
> Verbesserungsideen kommen und denjenigen mehr oder minder sanft 
> klargemacht wird, dass die tolle Idee nicht von jedermann als toll 
> empfunden wird.

Ja, das ist für Verbesserer immer ernüchternd.
Aber oft sind die Bewahrer aber einfach nicht genügend offen für Neues.
Selbst dann nicht, wenn das Neue vielleicht einen Quantensprung möglich 
machen würde.

> Ein paar der Ideen werden sich aber trotzdem durchsetzen und nachher ist 
> OSM wieder ein kleines Stück besser geworden und keiner hat es gemerkt. 

Ja, so funktioniert KVP.
Aber gute KVP-Prozesse laufen freudig-engagiert und gemeinsam auf das 
Ziel hin strebend. Also lieber mal ja zum Experiment (hier eben auch zu 
dem mit mehr Struktur und mehr QM) - und nicht immer nur beim Alten 
verhatten (hier "jeder kann machen was er will").
Schön finde ich KVP, wenn man nicht nur den Fortschritt "merkt", sondern 
wenn man gemeinsam ein Fest feiert.

Über KVP hinaus gibt es auch Veränderungs- und Entwicklungsprozesse, die 
nicht kontinuierlich, sondern sprunghaft verlaufen. Sogar solche, die 
gar nicht kontinuierlich erfolgen können. Und die man nicht nur "merkt" 
sondern die richtig "bewegend" sind.

Und es nützt auch nichts, wenn keiner den Fortschritt merkt, selbst wenn 
  wenn man zurückschaut der Fortschritt enorm ist, aber in der 
Zwischenzeit viele Menschen darüber verloren gegangen sind.

In guten Unternehmen sind "Kündigungsgespräche" genauso wichtig wie 
Einstellungsgespräche. Denn der scheidende Mitarbeiter hat viel 
wertvolles Wissen, das dem Unternehmen helfen kann aus Fehlern zu lernen.

> objektiv überwiegen die positiven Aspekte eindeutig.

Das sehe ich auch so.

Mit herzlichem Gruss,
Markus




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